Am Samstagabend ist ein 17-Jähriger auf einem Gehweg an der Holsteinischen Straße in Steglitz durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden. Nur eine Notoperation im Krankenhaus rettete ihm das Leben. Sein Zustand bleibt aber weiterhin kritisch. Zeugen berichteten, dass mehrere Personen nach der Attacke vom Tatort geflüchtet waren. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Sonntag, dass wegen einer gezielten Tötung ermittelt werde. Eine Mordkommission hat die Arbeit aufgenommen.
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Mittlerweile gehen Staatsanwaltschaft und Polizei nur noch von einem unbekannten Schützen aus, der nach der Tat ungesehen entkommen konnte. Es seien in Steglitz mehrere Schüsse gefallen, teilte die Berliner Polizei schon am Samstagabend auf X mit. Passanten hatten gegen 19 Uhr Polizei und Feuerwehr zur Holsteinischen Straße alarmiert, dort lag das Opfer in seinem Blut. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren. Über die Hintergründe der Tat wurde zunächst nichts bekannt. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
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Rund 50 Prozent der Schüsse stehen in Zusammenhang mit Schutzgeld
Bereits seit über einem halben Jahr hält eine Serie von Schüssen Berlins Sicherheitsbehörden auf Trab. Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte zuletzt, man müsse unterscheiden: etwa 50 Prozent der abgefeuerten scharfen Schüsse stünden im Zusammenhang mit den Erpressungen türkischer Geschäftsleute. Dahinter stünden nach den Erkenntnissen der Polizei wiederum organisierte Banden aus der Türkei, die in Mitteleuropa aktiv seien.
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Persönliche Konflikte und Auseinandersetzungen spielen eine Rolle
Die anderen 50 Prozent von Schüssen gehörten zu persönlichen Konflikten, Familienstreits, sogenannten Ehrverletzungen und auch einzelnen bewaffnetem Konflikte im Clanmilieu. Auseinandersetzungen zwischen großen Banden, also einen sogenannten Bandenkrieg, gebe es aber nicht.
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Deutlicher Anstieg der Schusswaffengewalt in Berlin
2025 registrierte die Berliner Polizei 1119 Fälle von Schusswaffengebrauch. In 515 Fällen wurde tatsächlich geschossen, in den übrigen Fällen ging es überwiegend um Drohungen. Insgesamt waren das 68 Prozent mehr Straftaten mit Waffen als 2024. Auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurde im Schnitt mindestens einmal am Tag illegal eine Waffe abgefeuert. Die Berliner Polizei erfasste bis zum 31. Mai insgesamt 225 „Straftaten mit Schussabgaben“.









