So begeistert, wie der Direktor vom Botanischen Garten Thomas Borsch alle Unterstützer aufzählt, hat sich offenbar die gesamte Berliner Politik für die vorläufige Rettung des Mittelmehrhauses eingesetzt. Gerade wurde bekannt, dass das Gewächshaus, Baujahr 1904, Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundeskulturministerium bekommt. „Hocherfreut“ sei er, sagt Borsch. Tatsächlich verdanke er das nicht zuletzt einer breiten Unterstützung aller Bundestagsfraktionen und dem Landesdenkmalamt. „Das zeigt die Relevanz des Mittelmeerhauses als Kultur- und Baudenkmal in der Hauptstadt“, sagt der Direktor.
Vor einem Jahr wurde die erste Sanierungssumme gestrichen
Die Summe ist ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein Anfang. Etwa 25 Millionen Euro wird die Instandsetzung und Modernisierung des denkmalgeschützten Jugendstilhauses kosten. Die ersten 500.000 Euro sollten vom Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses bewilligt werden. Doch dann wurden sie aufgrund der Sparvorgaben des Senats gestrichen. „Nun droht die baldige Schließung“, hieß es nach dem Bekanntwerden der Kürzung vor einem Jahr aus dem Botanischen Garten.
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Das will Thomas Borsch mit den 600.000 Euro nun abwenden. „Mit der Summe können wir eine Notsicherung durchführen“, sagt der Garten-Direktor. Denn es bestünde das Risiko des Einsturzes und weiterer Schäden. Vor allem im hinteren Bereich bei den Baumfarnen sollen Tragelemente ausgetauscht werden, die die Standsicherheit des Gebäudes gewährleisten. Er hofft, im Frühjahr die Arbeiten umsetzen zu können.
Die Sicherung ist nur ein erster Baustein in Richtung Sanierung
Das alles sei ein „erster Baustein“ Richtung Sanierung, so Borsch. Mit den Notmaßnahmen könne das Gewächshaus vorerst weiter in Betrieb bleiben, „außer bei Windstärke acht, da wird es geschlossen“. Und auch, wenn die Bauarbeiten es erforderlich machen. Die Finanzierung der Grundsanierung und Modernisierung sei allerdings noch nicht in Sicht, bedauert der Direktor. Das Mittelmeerhaus ist ein beliebter Ort für Hochzeiten. Seit 2024 sind Trauungen zwischen Lavendel nicht mehr möglich. „Das Risiko im gegenwärtigen Zustand ist zu groß“, so Borsch.
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Zu den Unterstützern des Botanischen Gartens gehört auch Ruppert Stüwe (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages. Das historische Mittelmeerhaus sei ein Wahrzeichen des Gartens, sagt Stüwe. Deshalb müssten mit den Fördermitteln die dringend benötigten Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Insgesamt hat der Deutsche Bundestag im Haushalt 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro für das Denkmalschutz-Sonderprogramm zur Verfügung gestellt.




