Noch bevor das riesige Loch in der Schloßstraße in Steglitz geschlossen werden konnte, ist erneut eine kleine Kehrmaschine der Berliner Stadtreinigung auf einem Gehweg eingesackt. Diesmal im Bezirk Mitte in der Almstadtstraße. Und am Freitag geschah es zum dritten Mal in vier Tagen, dieses Mal an der Argentinischen Allee in Zehlendorf vor dem Krankenhaus Waldfriede. Ist das eine zufällige Häufung oder gibt es eine Erklärung dafür? War der Winter zu kalt und zu lang, oder sind die Kehrmaschinen schwerer geworden?
Dazu kann die Berliner Stadtreinigung bisher nicht viel sagen. Die Ermittlungen zu den Unfallursachen dauerten noch an, hieß es auf Anfrage der Morgenpost. Zu den beiden Vorfällen in der Steglitzer Schloßstraße und in der Almstadtstraße in Mitte teilt die BSR lediglich mit: Beide Kehrmaschinen wurden geborgen und befinden sich wieder auf Betriebshöfen der BSR.
Bei einer Kehrmaschine kann es nicht zu einer Überladung kommen
Die Kehrmaschinen waren jeweils mit einer Person besetzt. Eine Gehwegkehrmaschine habe ein zulässiges Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen, erläutert die BSR. Sie verfüge über eine sogenannte Achslastanzeige, damit es nicht zu Überladungen kommt. Zu schwer waren sie also nicht.

Eigentlich sollte der Krater vor dem Einkaufscenter „Das Schloss“ bereits am Tag nach dem Unglück wieder geschlossen werden, also am Mittwoch. Das Amt bestätigt auf Nachfrage, dass es einen Ortstermin mit der beauftragten Firma und Mitarbeitenden vom Fachbereich Tiefbau gegeben hat.
Auch interessant
„Im Ergebnis wurde festgelegt, dass der Bereich noch weiter aufgegraben werden muss, um den genauen Umfang der Schäden und der Ursache zu ergründen“, heißt es aus dem Tiefbauamt. Eine entsprechende Firma sei beauftragt und werde die Arbeiten in den kommenden Tagen ausführen. „Im Anschluss wird dann entschieden, welche weitergehenden Maßnahmen ergriffen werden müssen“, so die Mitarbeiterin im Amt. Es dauere also noch ein paar Tage, bis eine endgültige Aussage getroffen werden kann.
Holzschalung soll vermodert sein und sich aufgelöst haben
Zunächst wurde vermutet, dass unter dem Gehwegabschnitt in der Schloßstraße eine verloren gegangene Holzschalung lag, die vermodert ist und sich aufgelöst hat, sodass der Gehweg nachgegeben hat. Eine Holzschalung „geht verloren“, wenn sie nach dem Betonieren nicht wieder entfernt wird, sondern dauerhaft als Teil des Bauwerks im Beton verbleibt.
- Dahlem: Baustart für zwei Stadtvillen im alten Biergarten der „Luise“
- Zehlendorf: Lebensgefährliche Elterntaxi-Anarchie vor Grundschule
- Lichterfelde: Protest: Degewo dreht Gartenwasser-Anschlüsse zu
- Steglitz: Fadenscheinig: Warum der Mietspiegel ein Problem ist
- Nikolassee: Neues Palais neben „Bunker“ auf Schwanenwerder
- Steglitz-Zehlendorf: Das sind die beliebtesten Schulen
- Übersicht: Hier finden Sie alle News aus Steglitz-Zehlendorf
Die Frage war auch, ob das Einkaufscenter „Das Schloss“ vielleicht an Standfestigkeit verloren hatte, weil die Statik betroffen sein könnte. In diesem Punkt konnte das Amt Entwarnung geben. Da das Gebäude auf einem Fundament gegründet sei, gehe man davon aus, dass die Standsicherheit aufgrund des Gehwegschadens nicht gefährdet sei, hieß es aus dem Tiefbauamt.




