Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist seit 30 Jahren in Berlin sozial engagiert. Der gemeinnützige Verein bietet bedürftigen Menschen Unterstützung an und fördert Projekte in den Kiezen, die die Lebensqualität der Menschen verbessern. Dazu gehören unter anderem auch Hilfsangebote für Obdachlose, wie die Suppenküche, die im Winter an der Schloßstraße Halt macht.
Die Ausgabe der kostenlosen Mahlzeiten war zuletzt nur aufgrund von ehrenamtlicher Hilfe möglich. Kurz vor dem Start wurde befürchtet, dass der Suppenbus nicht rollen könnte, weil Fahrer fehlten. In letzter Sekunde wurden sie gefunden. Diesmal braucht der Verein Hilfe bei der Beschaffung von Schuhen für Obdachlose. Für das Spendenprojekt „Große Füße, große Herzen“ wird ein Kooperationspartner gesucht.
Obdachlose mit großen Füßen haben oft zu kleine Schuhe an
„Ein Paar passende Schuhe kann den Alltag auf der Straße erheblich erleichtern – doch für obdachlose Menschen mit großen Füßen ist es oft unmöglich, geeignetes Schuhwerk zu erhalten“, heißt es in einer Mitteilung des Stadtteilzentrums. Um Abhilfe zu schaffen, hätte der Verein die Spendenaktion „Große Füße, große Herzen“ ins Leben gerufen und über 6000 Euro gesammelt. Dafür sollen Schuhe in den Größen 46 bis 50 für bedürftige Menschen bereitgestellt werden.
Doch jetzt fehlt noch ein wichtiger Baustein: Ein Schuhhändler oder Hersteller, der das Stadtteilzentrum bei der Beschaffung passender Modelle unterstützt. Die Suche nach einem Kooperationspartner gestaltet sich schwieriger als gedacht. Junia Greb-Georges, Mitarbeiterin des Stadtteilzentrum Steglitz e.V., erklärt: „Bisher haben wir kaum Rückmeldungen auf unsere Anfragen erhalten. Ursprünglich wollten wir überwiegend Winterschuhe kaufen, doch jetzt ist die kalte Jahreszeit beinahe vorbei.“ Aber auch im Sommer bräuchten die Menschen Schuhe, die nicht scheuern oder drücken. Und der nächste Winter komme bestimmt.
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Von Dieter Puhl, dem ehemaligen Leiter der Berliner Bahnhofsmission, hat der Verein erfahren, das viele obdachlose Menschen oft gezwungen sind, in viel zu kleinen oder abgenutzten Schuhen zu laufen – denn gerade Übergrößen sind Mangelware. Oder sie müssen ihre Füße notdürftig mit Tüchern und Plastiktüten umwickeln.
Mindestens 60 Paar Schuhe sollen beschafft werden
Der Plan ist, mindestens 60 Paar Schuhe in Übergrößen für die obdachlose Menschen bereitzustellen. Die Verteilung erfolgt über die Berliner Obdachlosenhilfe, direkt an die Menschen, die die Schuhe dringend benötigen. Vielleicht findet sich doch ein Schuhhändler oder ein Hersteller, der die passende Modelle verkaufen oder Restbestände zur Verfügung stellen kann. Interessenten können sich melden unter info@stadtteilzentrum-steglitz.de. Mehr Informationen unter www.stadtteilzentrum-Steglitz.de.



