Wenn rings um einen Straßenbaum ein kleines Beet entstanden ist, auf dem jetzt die ersten Frühlingsblüher zu sehen sind, dann stecken oft Anwohner dahinter, die eine Patenschaft übernommen haben. Ob Wildblumen, Krokusse oder Stiefmütterchen – alle kleinen Stauden, die auf dem Balkon eingepflanzt werden können, sind auch im Straßenland kleine bunte Tupfer. Dass es den Bäumen nicht nur gut geht, sondern sie auch noch den Wegesrand verzieren, dafür sorgen in Steglitz-Zehlendorf ehrenamtliche Baumscheibenpaten. Sie wurden kürzlich von Urban Aykal (Grüne), Bezirksstadtrat für Straßen und Grünflächen, mit einer Urkunde geehrt.
Zahl der Patinnen und Paten von 20 auf 100 gestiegen
Die Zahl der ehrenamtlichen Baumscheibenpatenschaften im Bezirk hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr erhöht. Vor etwa drei Jahren waren es gerade mal 20, mittlerweile engagieren sich mehr als 100 Patinnen und Paten aktiv für die Pflege und nachhaltige Gestaltung von Baumscheiben und öffentlichen Plätzen im Bezirk. Nach Auskunft des Stadtrats ist die Tendenz steigend.
In Kooperation mit dem Bezirksamt setzen sich die Ehrenamtlichen nicht nur für ein grüneres Stadtbild ein. Sie tragen auch dazu bei, das nachbarschaftliche Miteinander zu verbessern. Viele Anwohner verabreden sich zum gemeinsamen Gärtnern und machen ein kleines Event aus dem Zusammentreffen. „Das große Engagement zeigt, welchen Schatz wir in unserer Nachbarschaft haben“, betonte Urban Aykal anlässlich der Ehrung. Sein Ziel sei es nun, die ehrenamtlich Engagierten stärker zu vernetzen und die Zahl der Patenschaften auf 200 zu erhöhen.
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Denn der Fachbereich Grünflächen freut sich über die regelmäßige freiwillige Pflege und Unterstützung. Die gepflanzten Baumscheiben sehen zum einen schöner aus und sorgen zum anderen aber auch für eine nachhaltig positive Auswirkungen auf den Straßenbaum. Durch die gelockerte Erde kann der Baum besser das Wasser und die Bodenluft aufnehmen. Nicht zuletzt besteht die Hoffnung, dass Hundehalter sensibilisiert werden und die Baumscheibe vielleicht nicht mehr als ein Hundeklo zu betrachten.

In den vergangenen Jahren haben Anwohner in Steglitz-Zehlendorf mitgeholfen, mehrere Plätze neu zu gestalten und zu verschönern. Dazu gehört unter anderen der Paulinenplatz. Der war zu einem verwilderten Dreieck an der Paulinenstraße und dem Kadettenweg verkommen. Zwei Jahre lang hat eine aktive Nachbarschaft den verwahrlosten Ort in Lichterfelde West wieder zu einem attraktiven Platz umgestaltet. Michael und Elisabeth Schroeren hatten die Initiative ergriffen und die Nachbarn aufgerufen, dem Paulinenplatz seine alte Gestalt und seinen Namen zurückzugeben. Auch sie wurden jetzt geehrt.



