Handschuhe, Ohrenschützer, Müsliriegel, Lippenpflege – das alles und noch mehr verschwindet in einem wasserdichten blauen Beutel. Zur Eröffnung eines neuen Hilfsprojektes in dieser Woche im Forum Steglitz haben Sozialstadtrat Tim Richter (CDU) und Claudia Peiter, Sozialarbeiterin bei Evas Haltestelle, gemeinsam Carepakete gepackt.
Mit einer auffällig großen Spendenbox wird im Forum Steglitz an der Schloßstraße 1 ab sofort auf die Situation, die Not und die Bedürfnisse von obdachlosen Frauen aufmerksam gemacht und um Sachspenden gebeten. Die gesammelten Spenden gehen direkt an Evas Haltestelle, zusätzlich werden Carepakete gepackt.
Etwa 2500 Frauen leben in Berlin auf der Straße
Geschätzt 2500 Frauen leben und schlafen auf den Straßen Berlins. Die Obdachlosigkeit ist für viele ein besonders schweres Los. Evas Haltestelle ist seit 2018 eine feste Anlaufstelle für viele der Frauen. Hier finden sie Essen, Wärme und Gesellschaft. Doch in Zeiten, in denen gespart wird, sind viele notwendige Dinge, wie Duschgel, Handcreme oder Hygieneartikel knapp.
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„Die Situation der Frauen auf der Straße ist schon lange schwierig, der aktuelle Sparplan des Senats und generell steigende Preise machen es nicht leichter, ihnen zu helfen“, erklärt Sozialarbeiterin Claudia Peiter. Aktionen wie diese würden dafür sorgen, dass genau die richtigen Dinge dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden.
In der Müllerstraße 126 werden obdachlose Frauen betreut
Der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. ist der Träger von Evas Haltestelle in der Müllerstraße 126 im Wedding. Wochentags von 10 bis 18 Uhr ist hier für Frauen ohne Obdach geöffnet, in den Wintermonaten zusätzlich samstags von 14 bis 18 Uhr. Für die kalten Nächte gibt es einige Notunterkunftsplätze. Die Sozialpädagoginnen und Ehrenamtlichen versorgen die Frauen mit Essen, beraten sie und unterstützen sie auf dem Weg zurück in ein geregeltes Leben.

„Gerade in schweren Zeiten ist uns nachbarschaftliches und soziales Engagement wichtig“, sagt Dagmar Mielitz, Centermanagerin des Forums Steglitz. Sie habe großes Vertrauen in die Kunden, die gern anderen Menschen helfen würden. Mit der Spendenbox im Erdgeschoss vor Rossmann sei eine ganz einfache Möglichkeit geschaffen worden, etwas Gutes zu tun.
Haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel werden gebraucht
Zahnbürsten, Zahnpasta, Deoroller, Shampoo, Waschmittel, Gesichtscreme, Waschlappen, Kosmetik, Kämme, Haarbürsten, aber auch haltbare Lebensmittel wie Konserven, Hülsenfrüchte, Schokolade, Kekse, Reis und Nudeln können ab sofort in die große Spendenbox geworfen werden. Die Idee ist, dass die Kunden beim Einkauf etwas mehr in ihren Wagen packen und das dann in die Box legen. Neben den kleinen alltäglichen Dingen fehlt es auch an warmer Unterwäsche, Socken, Mützen, Thermobechern, Handwärmern, Powerbanks und vielem mehr.



