Kurioser Radweg

Zickzack-Radweg: Bürgersteig darf nicht befahren werden

Eine Prüfung hat ergeben, dass die gemeinsame Nutzung des Gehwegs von Fußgängern und Radfahrern nicht zulässig ist.

Das ist Berlins absurdester Radweg

Nein, dies ist kein analoges Tetris-Spiel von Schülern. Dies ist ein Fahrradweg auf der der Leo-Baeck-Straße in Steglitz-Zehlendorf.

Das ist Berlins absurdester Radweg

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Berlin. Das ist wohl die letzte Nachricht vom einst so berühmten Zickzack-Radweg in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf: Es wird definitiv keine neue Markierung mehr geben.

Das ist das Ergebnis eines Gutachtens. „Die Prüfung, ob das Radfahren auf dem Gehweg für alle erlaubt werden kann, hat ergeben, dass dies sowohl aus Sicht der Polizei als auch der Straßenverkehrsbehörde nicht zulässig ist“, sagte Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne) auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Nachdem der Zickzack-Radweg wieder entfernt worden war, sollte in letzter Instanz sollte geprüft werden, ob Fußgänger und Radfahrer den Fußweg gemeinsam nutzen könnten.

Zick-zack-Radweg in Zehlendorf: Keine neue Markierung

„Wie sich ja eindrucksvoll bestätigt hat, reicht der Platz an den Bäumen hierzu nicht aus“, so Schellenberg weiter. Aber die geringe Breite des Gehwegs sei nicht der einzige Grund für die Anordnung. Auch das Vorhandensein der Grundstücksausfahrten führe dazu, dass Radfahrer den Gehweg nicht benutzen dürften, ergänzt die Bezirksstadträtin.

Aus diesem Grund wird es keine neue Markierung mehr auf dem Fußweg zwischen der Prinz-Handjery-Straße und der Schweizerhofschule-Grundschule in der Leo-Baeck-Straße geben. Dennoch gilt: „Kinder dürfen wie überall den Gehweg benutzen“, sagt Maren Schellenberg. Das heißt, dass sie auch mit dem Fahrrad auf dem Fußweg zur Schule fahren können. Das gelte aber nicht für Erwachsene und ältere Kinder, so Schellenberg.

Debatte über Königstraße und im Dahlemer Weg

Der Zickzack-Radweg hatte deutschlandweit für Spott und Hohn gesorgt. Die auch als Tetris-Radweg bekannte Markierung wurde um die Wurzeln der Bäume herumgezogen, allerdings nicht mit einer geschwungenen, sondern einer eckigen Linie. Nach etwa zwei Wochen wurde der Radweg mit Sandstrahlern entfernt.

Damit war die Debatte über Radwege im Südwesten jedoch noch nicht beendet. Weitere Projekte, wie die Verlegung des Radweges auf die Fahrbahn der Königstraße in Wannsee und auf dem Dahlemer Weg, sorgten wieder für Proteste der Anwohner. Der Dahlemer Weg, in dem derzeit Nacharbeiten stattfinden, ist mittlerweile als Modellprojekt des Senats mit Pollern ausgestattet.