Lehrer erkrankt

Tuberkulose-Erkrankung - Schüler sollen getestet werden

An einer Schule in Steglitz-Zehlendorf ist ein Lehrer an Tuberkulose erkrankt. Nun werden die Schüler, die mit dem erkrankten Mann in Kontakt standen, auf eine Infektion getestet.

Die Schüler, die mit dem an offener Tuberkulose erkrankten Lehrer in Kontakt standen, werden in der nächsten oder übernächsten Woche in ihrer Schule in Steglitz-Zehlendorf auf eine Infektion mit den Tuberkulosebakterien getestet. In einigen Monaten wird die Untersuchung wiederholt. Das teilte das Berliner Tuberkulose-Zentrum mit, das mit der Schule in Kontakt steht.

Am Montag war bekannt geworden, dass ein Lehrer an offener Tuberkulose erkrankt ist, und seit zwei Wochen stationär in einem Krankenhaus behandelt wird. Diese Form der meldepflichtigen Erkrankung ist ansteckend. Bislang gibt es jedoch keine weiteren Fälle an der Schule. Das sei nicht ungewöhnlich, erklärt die Leiterin des Berliner Tuberkulose-Zentrums in Lichtenberg, Gisela Glaser-Paschke. „Die Chance, dass ein Schüler an offener Tuberkulose erkrankt, weil er Kontakt mit dem Lehrer hatte, ist sehr gering.“

Denn nur etwa zehn Prozent derjenigen, die sich mit dem Erreger infizieren, erkranken anschließend auch. Ein entscheidender Faktor ist ein intaktes Immunsystem. Für weitere Personen außerhalb der Schule, die Kontakt zu Schülern gehabt haben, besteht ebenfalls keine Gefahr, denn nur wer erkrankt ist, kann die Krankheit auch verbreiten. Eine Infektion allein ist nicht ansteckend. Der erkrankte Lehrer dürfte mittlerweile nicht mehr infektiös sein, die Therapie wird jedoch Monate dauern.