Adventszeit

Weihnachtsmarkt in Spandau: Diese Neuerungen sind geplant

Am 25. November eröffnet der Weihnachtsmarkt in Spandau. In der Altstadt gibt es auch ein paar Veränderungen – etwa bei der Krippe.

Der Weihnachtsmarkt in Spandau findet in diesem Dezember zum 46. Mal statt.

Der Weihnachtsmarkt in Spandau findet in diesem Dezember zum 46. Mal statt.

Foto: Jessica Hanack / BM

Spandau. Am 25. November ist es soweit: Dann eröffnet der Spandauer Weihnachtsmarkt, der auch in diesem Jahr die Altstadt Spandau in eine stimmungsvolle Weihnachtslandschaft verwandeln soll. Bereits zum 46. Mal findet der Weihnachtsmarkt statt, zu dem jährlich weit mehr als eine Million Besucher kommen. Die Berliner Morgenpost gibt einen Überblick über alle wichtigen Informationen und Veränderungen in dieser Saison.

Wie hat der Weihnachtsmarkt Spandau geöffnet?

Starttermin ist der 25. November, Schluss ist in diesem Jahr bereits am 22. Dezember, also dem vierten Adventssonntag. Sonntag bis Donnerstag öffnet der Weihnachtsmarkt in der Altstadt Spandau von 11 bis 20 Uhr, freitags und sonnabends von 11 bis 22 Uhr. Die offizielle Eröffnung ist am 25. November um 18 Uhr.

Der „Spandauer Weihnachtstraum“ auf dem Rathausvorplatz, der bereits zum 49. Mal stattfindet, öffnet sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends von 11 bis 22 Uhr. Hier ist erst am 27. Dezember Schluss, wobei die Stände und Fahrgeschäfte an Heiligabend geschlossen bleiben. Eröffnet wird er am 25. November um 12 Uhr.

Wie viele Stände erwarten die Besucher?

Rund 200 Stände sind laut Sven-Uwe Dettmann vom Veranstalter „Partner für Spandau“ in der Carl-Schurz-Straße, am Markt und in der Breiten Straße aufgebaut, weitere kommen an den Adventswochenenden hinzu. Außerdem findet im Gotischen Haus in der Breiten Straße 32 vom 29. November bis 22. Dezember wieder ein kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt statt. Geöffnet ist dort täglich von 11 bis 18 Uhr, sonnabends bis 20 Uhr.

Die Händler kommen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. So berichtet Dettmann von einer Kunsthandwerkerschule, die aus Kroatien nach Spandau reist, und: „Der weit gereiste Händler kommt aus Neu Delhi“, so Dettmann.

Bei der Zahl der Händler, die früher einmal höher war, verweist Dettmann auch auf die veränderten Sicherheitsanforderungen. „Wir haben sechs Stellplätze in diesem Jahr verloren, die es 45 Jahre gab, weil die Vorschriften sie nicht mehr zulassen“, erklärt Dettmann. So müsse es in der Carl-Schurz-Straße etwa größere Lücken zwischen den Ständen geben.

Was ist in diesem Jahr neu?

Bedingt durch die Umbauarbeiten am Reformationsplatz, die noch in diesem Jahr beginnen sollen, kann

dort der traditionelle Mittelalter-Weihnachtsmarkt nicht stattfinden. Große Teile des Mittelaltermarkts ziehen deshalb auf den Marktplatz um. Verzichten müssen die Besucher aber auf das Kinderkarussell, das bislang dort aufgebaut war – dafür habe sich kein Ersatzstandort gefunden, so Dettmann.

Auch eine Krippe mit lebendigen Tieren wird es dieses Jahr wegen der Bauarbeiten nicht geben. Auf dem Altstadtpflaster könnten die Schafe nicht stehen, erklärte Dettmann. Stattdessen gibt es eine Krippe mit beweglichen, großen Figuren, produziert von einem dänischen Unternehmen, das unter anderem auch die Schaufenster des KaDeWe gestalte. Stehen soll die Krippe gegenüber der Tourist Information.

Beim „Spandauer Weihnachtstraum“ lautet das diesjährige Thema „Herz“, wie Veranstalter Thilo-Harry Wollenschlaeger berichtete. „Deshalb gibt es auch Tassen in Herzform, in limitierter Auflage von 10.000 Stück.“

Außerdem werden an die ersten Besucher am Eröffnungstag 49 jeweils 49 Zentimeter große Lebkuchenherzen verschenkt. Dabei eingenommene Spenden sollen an eine gemeinnützige Einrichtung im Bezirk gehen. Der Stollenanschnitt, früher ebenfalls Tradition, wurde dagegen aus sicherheitstechnischen Gründen erneut nicht genehmigt. „Wir arbeiten daran, dass wir es in Zukunft wieder hinbekommen“, so Wollenschlaeger.

Die Weihnachtskirmes, die es im vergangenen Jahr auf dem Gelände der Alten Post gab, findet dieses Jahr nicht statt – dort sind Abrissarbeiten geplant. „Wir unternehmen aber einen neuen Versuch“, sagte Wollenschlaeger. Das Bezirksamt wolle für das kommende Jahr bei der Platzsuche helfen.

Wie sieht es mit der Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt Spandau aus?

Am Mittwochmorgen seien bereits Betonblöcke geliefert worden, sagte Dettmann. Die Blöcke sollen allerdings, wie im Vorjahr, mit Holz verkleidet sein und außerdem mit großen, beleuchteten Tannen dekoriert werden, um weniger ins Auge zu stechen.

Zudem sagte der Veranstalter, es werde Maßnahmen zur Entschleunigung geben, die Altstadt werde aber nicht abgeriegelt. Genaueres wollte er, auch nach Absprachen mit der Polizei, nicht bekannt geben. Wegen des Brandschutzes wird in diesem Jahr aber auch auf Strohballen verzichtet, die bislang zur Dekoration genutzt worden.

Knapp 100.000 Euro seien im vergangenen Jahr für Sicherheit ausgegeben worden, sagte Dettmann. Tragen muss die Kosten der Veranstalter. Hieran übte Wollenschlaeger Kritik: Terrorabwehr sei Staatssache, sagte er. Dass man in Spandau – im Gegensatz zu den Veranstaltern des Weihnachtsmarkts auf dem Breitscheidplatz – die gesamten Kosten für die Sicherheit allein stemmen müsse, sei nicht in Ordnung.

Kostet der Weihnachtsmarkt Spandau Eintritt?

Nein.

Welche Besonderheiten gibt es für Familien?

Wie schon in den Vorjahren ist jeden Mittwoch Familientag auf dem Weihnachtsmarkt in Spandau und dem „Spandauer Weihnachtstraum“. Das heißt: Mindestens ein Produkt pro Stand gibt es 30 Prozent günstiger oder es wird ein anderes Familien-Angebot ausgewiesen. Außerdem ist am Mittwochnachmittag ab 16 Uhr der Weihnachtsmann zu Gast und steht für Fotos mit Kindern bereit.

Woher kommt der Spandauer Weihnachtsbaum?

Die 14,5 Meter hohe Fichte kommt in diesem Jahr aus Weißenstadt im Fichtelgebirge. Der Baum soll am Donnerstag gefällt werden und am Sonnabend, 16. November, in der Spandauer Altstadt ankommen, aufgestellt und geschmückt werden. Wer dabei sein will, dem rät Dettmann um halb neun am Morgen auf den Markt zu kommen.

Was für ein Programm bietet der Weihnachtsmarkt Spandau?

Für die Bühne des Spandauer Weihnachtsmarkts kündigt Sven-Uwe Dettmann für jeden Tag ein wechselndes Programm an. Traditionell gibt es auch in diesem Jahr an den Freitagabenden wieder die Konzertreihe „Christmas meets Rock and Roll“. An allen Wochenenden tritt die Zoll Big Band Berlin auf.
Das umfassende Programm finden Sie auf der Internetseite von „Partner für Spandau“.

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