Kinder im Bezirk Pankow haben im Schuljahr 2024/2025 überdurchschnittlich gesunde Zähne. Durch gezielte Vorsorge haben sich die Ergebnisse verbessert. Das zeigt der aktuelle Zahngesundheitsbericht des Gesundheitsamtes Pankow, bei dem Drei-, Sechs- und Zwölfjährige auf Karies untersucht wurden. Innerhalb des Bezirks gibt es aber große Unterschiede. Den Bericht zur Zahngesundheit gibt es in Berlin-Pankow als eigenständige Auswertung seit 2015. Pankows Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch (Grüne) bewertet die aktuellen Ergebnisse des Zahngesundheitsberichts insgesamt als erfreulich.
Die Kernergebnisse im Überblick
- Mehr Untersuchungen: Die Zahl der Untersuchungen des Zahnärztlichen Dienstes stieg von rund 22.500 (2015/2016) auf rund 33.000 (2024/2025), auch weil heute mehr Kinder in Kitas und Schulen betreut werden.
- Gute Werte in Pankow: Bei den Dreijährigen ist die Mundgesundheit seit Jahren gut, bei den Sechsjährigen hat sie sich verbessert, bei den Zwölfjährigen ist sie stabil gut. Nationale Mundgesundheitsziele sind erreicht oder fast erreicht. Pankow gehört berlinweit zu den Bezirken mit besonders vielen Kindern mit naturgesunden Zähnen.
- Handlungsbedarf: Karies konzentriert sich zunehmend auf eine kleinere Gruppe stark betroffener Kinder. Zudem gibt es deutliche Unterschiede innerhalb des Bezirks, denn die soziale Lage beeinflusst weiterhin die Chancen auf gesunde Zähne.
- Maßnahmen: Kinder mit erhöhtem Risiko sollen besser erreicht werden, etwa durch regelmäßige Untersuchungen, Prophylaxe, tägliches Zähneputzen in Kitas, zahngesunde Ernährung und guten Zugang zu Trinkwasser. Dafür sei die Zusammenarbeit mit Eltern, Fachkräften und Einrichtungen entscheidend.
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Dreijährige: Helmholtzplatz vorn, Weißensee Ost hinten
Unter allen untersuchten Kindern haben die meisten naturgesunde Gebisse am Helmholtzplatz (75,6 Prozent) und in Prenzlauer Berg Nord (72,3 Prozent). Am anderen Ende der Skala liegen Weißensee Ost mit 50,4 Prozent und Buch mit 56,3 Prozent. Dort hat also nur jedes zweite Kind Zähne ohne Karies, Füllungen oder Behandlungsbedarf.
Im berlinweiten Vergleich 2024/2025 weist Pankow bei den 6-Jährigen den höchsten Anteil an Kindern mit naturgesunden Zähnen auf. Dieser Anteil ist im Berichtszeitraum gestiegen. Dennoch wurde das angestrebte Mundgesundheitsziel Deutschland 2030 von 80 % kariesfreien 6-Jährigen mit 70,6 % (2024/2025) nicht erreicht. Hingegen wird das Ziel von einem dmf-t-Wert von 1,5 für die 6- bis 7-Jährigen mit 1,33 übertroffen.
Die übrigen Regionen liegen dazwischen:
- Prenzlauer Berg Südwest: 68,8 Prozent
- Prenzlauer Berg Nordwest: 68,3 Prozent
- Pankow-Zentrum: 68,2 Prozent
- Prenzlauer Berg Süd: 67,4 Prozent
- Weißensee: 67,0 Prozent
- Blankenfelde/Niederschönhausen: 66,3 Prozent
- Buchholz: 65,8 Prozent
- Pankow Süd: 64,8 Prozent
- Schönholz/Wilhelmsruh/Rosenthal: 64,5 Prozent
- Karow: 61,1 Prozent
- Prenzlauer Berg Ost: 60,8 Prozent
- Blankenburg/Heinersdorf/Märchenland: 59,1 Prozent

Pankow im Berlin-Vergleich
Beim Blick auf die Dreijährigen steht der Bezirk gut da. In Pankow haben 87,6 Prozent der Kinder naturgesunde Zähne, in Berlin sind es im Schnitt 84,4 Prozent. Nur Friedrichshain-Kreuzberg (89,8 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (89,6 Prozent) liegen vorn. Behandlungsbedürftig sind in Pankow 10,8 Prozent der Dreijährigen, berlinweit 12,6 Prozent. Schlusslicht ist Mitte mit nur 74,1 Prozent naturgesunden Gebissen und 23 Prozent behandlungsbedürftigen.

Donnerstag
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Auch bei der Karieserfahrung schneidet Pankow gut ab. Der sogenannte DMF‑T‑Wert, der die Zahl kariöser, fehlender und gefüllter Milchzähne je Kind misst, liegt bei 0,42. Der Berliner Durchschnitt beträgt 0,56. Besser sind nur Steglitz-Zehlendorf (0,29) und Friedrichshain-Kreuzberg (0,41). In Mitte liegt der Wert bei 1,00.
Soziale Lage entscheidet mit
Der Bericht sieht einen klaren Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Gesundheit. Am Helmholtzplatz und in Prenzlauer Berg Nord ist die Sozialstruktur vergleichsweise hoch. In Weißensee Ost ist sie niedrig. Dort ist der Behandlungsbedarf am größten und der Anteil naturgesunder Gebisse am geringsten.
Prävention beginnt im Kita-Alltag
Ein wichtiger Baustein der Präventionsarbeit ist das seit 2016 in Pankow umgesetzte Programm „Kita mit Biss“. Es setzt auf zahngesunde Ernährung, regelmäßige Mundhygiene und einen insgesamt zahngesunden Kita-Alltag. Im Schuljahr 2025/2026 sind bereits 88 Pankower Kitas als „Kita mit Biss“ zertifiziert oder rezertifiziert.
„Wir möchten an den erfolgreichen Entwicklungen anknüpfen und die Prävention weiter stärken. Dazu gehören das tägliche Zähneputzen in Kitas, die noch stärkere Verankerung der Zahngesundheit im Kita- und Schulalltag sowie eine zahngesunde Ernährung. Auch der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser muss insbesondere an weiterführenden Schulen weiter verbessert werden“, so Cordelia Koch. Der Zahngesundheitsbericht zeigt damit: Pankow ist bei der Mundgesundheit von Kindern auf einem guten Weg.






