Startschuss für einen Neubau in der Thulestraße 48, Ecke Neumannstraße in Pankow. Hier baut die UBM Development einen Neubau mit 78 Eigentumswohnungen. Am Mittwoch wurde der Grundstein für das Projekt „Thule48“ gelegt. In rund 18 Monaten, im Frühjahr 2028, sollen sie bezugsfertig sein.

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Das Projekt ist die letzte Etappe des fertigen Wohnquartiers „Immergrün“ hinter dem Neubau-Grundstück mit insgesamt 396 Wohnungen, das Mitte 2020 fertiggestellt wurde.

Den Grundstein für den geplanten Neubau legten Christian Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung bei UBM Development Deutschland, und Andreas Kimling, technischer Regionalleiter der Region Ost der Baufirma Porr. Auch eine aktuelle Ausgabe der Berliner Morgenpost, eine Urkunde und einige Münzen wurden in die Zeitkapsel gelegt.

Geplant sind 78 Eigentumswohnungen mit 4800 Quadratmetern Wohnfläche

Auf dem Eckgrundstück entstehen in den kommenden Monaten 78 Eigentumswohnungen mit Keller und insgesamt rund 4800 Quadratmetern Wohnfläche. Darunter sind Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, sie sind zwischen 44 und 106 Quadratmeter groß. Kosten sollen sie im Schnitt 8700 Euro pro Quadratmeter – hochpreisig. Die meisten Käufer wollen ihre Wohnungen in erster Linie vermieten, hieß es bei der Grundsteinlegung. Es gibt aber auch Eigentümer, die hier selbst einziehen wollen. Die gesamten Baukosten liegen laut der UBM „im hohen dreistelligen Millionenbereich“.

„Mit ,Thule48’ schließen wir die letzte Lücke im Quartier ,Immergrün’. Das Gebäude verbindet mitten in der Stadt eine klare Architektursprache mit privaten Rückzugsorten und gemeinschaftlich nutzbaren Grünflächen“, erklärte Christian Berger. „Bereits vor dem Baustart waren rund 30 Prozent der Wohnungen verkauft. Das zeigt, dass auch im derzeit anspruchsvollen Markt Interesse an gut geplanten Wohnprojekten in gefragten Berliner Lagen besteht.“

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Das barrierefreie Eckgebäude bekommt eine Holzfassade

Gebaut wird hier ein sogenannter Holzhybridbau. Der Bau orientiert sich optisch an den Immergrün-Gebäuden. „Er verbindet ressourcenschonendes Bauen mit Wirtschaftlichkeit, Qualität und einer verlässlichen Bauausführung“, erklärt Andreas Kimling. Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Zanderroth. Das barrierefreie Eckgebäude bekommt eine Holzfassade und Fassadenflächen in alle Himmelsrichtungen, bodentiefe Fenster sowie Balkone oder Terrassen. Im Inneren sind unter anderem Eichenparkett und Fußbodenheizung mit Fernwärme vorgesehen. Auf dem Dach soll ein gemeinsamer Dachgarten für alle Bewohner entstehen – mit Spiel-, Sport- und Terrassenbereichen.

Architekt Christian Roth erklärt: „,Thule48’ fügt sich in die Umgebung ein und nutzt zugleich seine besondere Lage an der Straßenecke. Das Haus ist einerseits ein Tor zum lebendigen Kiez und schafft andererseits Orte des Rückzugs und der Ruhe.“ Zuvor war hier eine gemischte Gewerbefläche mit Werkstätten und Garagen und vor dem Zweiten Weltkrieg die Brauerei einer jüdischen Familie, erklärt Berger.

Spatenstich Neubauprojekt Thulestraße 48
Hinter der Baustelle des Neubauprojekts „Thule48“ stehen Gebäude des Projekts „Immergrün“ von UBM und Porr.© FUNKE Foto Services | Jörg Carstensen

Eine Photovoltaikanlage soll die Stromversorgung ergänzen

Um das neue Gebäude soll ein begrünter Hofgarten Teile des Gebäudes vom Straßenraum abschirmen. Im Neubau soll es zudem 151 Fahrradstellplätze geben; weitere 31 Stellplätze befinden sich in den bereits fertiggestellten Nachbargebäuden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll die Stromversorgung ergänzen.

Der Neubau wird im Standard KfW-Effizienzhaus 40 errichtet, der höchsten Energiesparstufe. Das stelle hohe Anforderungen an die Bauweise, erklärte Simone Seidl von der kaufmännischen Projektleitung. Der fertige Bau soll das vom Bund eingeführte Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) erhalten. Der Entwickler peilt auch eine DGNB-Zertifizierung in Gold an. Das Verfahren dazu läuft derzeit noch.

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Die UBM baut aktuell auch in Brandenburg und München

Wer sich eine Wohnung in der „Thule48“ kauft, kann auf Wunsch auch Smart-Home-Funktionen einbauen lassen und damit unter anderem die Außenbeschattung, Fußbodenheizung und die Beleuchtung steuern. Je nach Förderprogramm und individuellen Voraussetzungen kann „Thule48“ auch für Förderkredite infrage kommen; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Förderbedingungen. Dazu gibt es diverse Sonderausstattungen, die man ähnlich wie beim Autokauf dazubuchen kann. Doch am gefragtesten sei aktuell die Standardvariante.

Die UBM baut außerdem auch in Brandenburg und in München. Den Berliner Baumarkt sieht Geschäftsführer Christian Berger, selbst gebürtiger Berliner, mit großer Sorge. „Wir waren mal der größte Teil der UBM mit dem größten Umsatz und Gewinn, und jetzt ist es halt anders.“ Viele Investoren hätten Angst vor den Enteignungsplänen der kommenden Landesregierung und würden einen Bogen um Berlin machen.

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