Bis 2032 müssen 446 Hektar Fläche in Berlin für Windenergie ausgewiesen werden. Das schreibt das Bundesgesetz vor. Das heißt nicht, dass dort zwangsläufig Windräder gebaut werden. Doch Berlin muss zumindest Potenziale prüfen und eine Richtung vorgeben. Das Gesetz soll Länder animieren, den Ausbau der Erneuerbaren Energien aktiv mit voranzutreiben.

Donnerstag

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Der schwarz-rote Senat beschäftigt sich seit 2024 damit, diese Flächen zu finden. Und zieht dabei auch Waldflächen und Landschaftsschutzgebiete in Betracht. Wälder roden, um Windräder zu bauen – die Rechnung geht nicht auf.

Während der Senat sich noch bis Ende 2027 Zeit gibt, um seine Pläne festzuzurren, nimmt Pankow die Zügel selbst in die Hand. Und zeigt, was das Prinzip „Win-Win“ bedeutet.

Geld für die Kasse, grüner Strom fürs Klima

Der Bezirk will Land an Windradbetreiber verpachten und damit die eigenen Finanzen aufbessern. Pachteinnahmen im sechsstelligen Bereich sind durchaus realistisch. In anderen Regionen Deutschlands profitieren Kommunen schon von der Energiewende. Sie produzieren Ökostrom und nehmen teils Millionen ein – zur Pacht kommen Gewerbesteuer, Gewinnbeteiligungen und Abgaben an die Gemeinde. Katsching! Diesen Geldsegen könnte Pankow gut gebrauchen – die Kasse ist dick im Minus.

Auch die Einwohner sollen profitieren. Die grüne Bürgermeisterin plant, ein Windrad in Bürgerhand zu geben. Wer Anteile erwirbt, wird am Profit beteiligt. Toller Nebeneffekt: Die Akzeptanz gegenüber Windrädern kann so steigen.

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Und alle Freude über das Geld mal beiseite: Windkraft zählt weltweit zu den klimafreundlichsten Arten, um Strom zu erzeugen. Wo ist also der Haken?

Pankow ist seit 2008 immer noch der einzige Berliner Bezirk, in dem Windräder stehen. Zeit, das zu ändern. Wenn neben der Umwelt auch der Geldbeutel profitiert – umso besser.