Der geplante Abriss und Neubau des Jahnsportparks bleibt das große Streitthema im Prenzlauer Berg. Am heutigen Freitag hat die Bürgerinitiative Jahnsportpark gemeinsam mit den NaturFreunden Beschwerde eingelegt und den Baustopp gefordert. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Donnerstag
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Der Vorwurf: Seit mehr als einem Jahr sollen Lebensräume von Haus- und Feldsperlingen sowie anderen geschützten Vogelarten zerstört werden. Erst im Februar 2026 sollen Rodungen auf Flächen stattgefunden haben, die der Senatsgutachter ausdrücklich als artenschutzrelevante Rückzugsgebiete bezeichnet hatte.
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Die Folgen seien bereits zu erkennen: So habe die Bürgerinitiative beobachtet, dass die Bevölkerung der Haus- und Feldsperlinge deutlich zurückgegangen sei. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass die zuständige Pankower Untere Naturschutzbehörde (UNB) trotz dieser Vorgänge nicht eingreife.
Bürgerinitiative Jahnsportpark: „Foulspiel muss ein Ende haben“
Alexander Puell von der Bürgerinitiative Jahnsportpark sagt: „Ein Nistkasten ohne Gebüsch ist wie ein Tor ohne Netz – es funktioniert nicht. Statt die Spatzen wie versprochen zu schützen, hat die Senatsverwaltung sie für ihre völlig überdimensionierten Stadionpläne geopfert. Wir zeigen dem Naturschutzamt nun die Rote Karte – dieses Foulspiel muss ein Ende haben – der versprochene Schutz der Spatzen muss kontinuierlich gewährleistet sein.“
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Das alte Jahnstadion soll nach den Plänen des Senats abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, gerahmt von einem erweiterten und umgebauten Sportpark. Der Senat will eine inklusive Vorzeige-Sportstätte bauen. Die Errichtung des neuen Stadions ist für 2027 bis 2028 geplant, wobei der vollständige Sportpark bis 2030 fertiggestellt sein soll. Die Kosten werden auf über 250 Millionen Euro geschätzt.
Das Projekt ist aus verschiedenen Gründen umstritten. Die Bürgerinitiative Jahnsportpark sammelte in einer Petition Tausende Unterschriften, um die Maßnahmen zu verhindern. Aus ihrer Sicht seien ein Abriss und Neubau des Jahnstadions weder nötig noch finanziell nachhaltig.
dw/dpa






