Mehr als 8000 Wohnungen, neue Kitas und Schulen, Gewerbeflächen und viel Grün: Das Quartier Blankenburger Süden gilt als eines der größten Neubauprojekte Berlins. Wo heute noch viel Freifläche ist, sollen schon bald rund 20.000 Menschen eine neue Heimat finden. Die Planungen für das riesige Gebiet in Pankow laufen seit Jahren.

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Nun ist ein weiterer Meilenstein geschafft: Im Wettbewerb um die Realisierung des Teilbereichs Süd ging das Berliner Planungsbüro Studio RW als Sieger hervor. Das verkündete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Demnach habe das Unternehmen „das überzeugendste Konzept für ein lebendiges, nutzungs- und sozialgemischtes Quartier vorgelegt“. Mit diesem setzte es sich gegen elf weitere, teils internationale Teams durch.

Blankenburger Süden: Schulen, Kitas und bezahlbarer Wohnraum

Aufgabe der Kandidaten sei gewesen, ein Gesamtkonzept für das rund 60 Hektar große, als „Teilbereich Süd“ bekannte Areal zu entwickeln, das sich rund um das Gewerbegebiet Heinersdorf und die angrenzenden Freiflächen erstreckt. Dort soll ein lebendiges Quartier mit einer gemischten Nutzung und sozialen Durchmischung entstehen. Geplant sind neben 4000 Wohnungen eine neue Schule, Kitas sowie Gewerbe- und Freizeiteinrichtungen. Um die Kosten für den Wohnungsbau sowie schädliche CO2-Emissionen gering zu halten, sollen rund 50 Prozent der Häuser als Holz-Modulbauten umgesetzt werden.

Grundlage für den Wettbewerb war das im April 2025 beschlossene Struktur- und Nutzungskonzept der Stadt. Darin konkretisierte sie die Pläne für das in drei Teilflächen unterteilte, insgesamt 159 Hektar große Neubaugebiet Blankenburger Süden, das die Ortskerne Blankenburg und Heinersdorf miteinander verbinden soll. Von insgesamt 8600 Wohnungen ist die Rede, fünf neuen Schulstandorten, Gewerbeflächen – und weiterhin vielen freien Flächen mit Gewässern. Außerdem soll ein neuer Straßenbahnbetriebshof Nordost entstehen. Die ersten Wohnungen sollen ab 2030 gebaut werden.

Losgehen soll es auf Teilfläche eins, dem Gelände der Alten Gärtnerei, mit 600 Wohnungen. Innerhalb von zwei Jahren sollen die ersten Mieter einziehen können. Danach soll es mit dem Bau der Teilfläche Süd weitergehen, bevor die Bauarbeiten den dritten Teilbereich hin zum Blankenburger Pflasterweg erreichen. Das soll spätestens 2032 der Fall sein. Auch dort sollen 4000 Wohnungen entstehen.

Pläne für Teilfläche Süd im Blankenburger Süden
So grün stellen sich die Planer das Neubaugebiet Blankenburger Süden vor.© Studio RW / SenStadt | Studio RW / SenStadt

Ausbau im Nahverkehr – kommt eine neue U-Bahn?

Außerdem wird die Straßenbahnlinie M2 ausgebaut – damit künftige Anwohner im Blankenburger Süden gut angebunden sind. Aktuell verkehrt die Tram zwischen Alexanderplatz/Dircksenstraße und Heinersdorf und endet damit am südlichen Ende des geplanten Quartiers. Damit wären die Haushalte vornehmlich auf Autos angewiesen. Laut Konzept soll der ÖPNV jedoch den Großteil des Verkehrs ausmachen.

Pläne für Teilfläche Süd im Blankenburger Süden
Lageplan des Teilbereichs Süd im Quartier Blankenburger Süden.© Studio RW / SenStadt | Studio RW / SenStadt

Neben der Verlängerung der M2 steht auch eine mögliche Erweiterung der U-Bahn-Linie U9 (aktuelle Endhaltestelle: Osloer Straße) im Raum. Sogar über eine gänzlich neue U-Bahn-Linie U10 wird diskutiert.

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Das jetzige Wettbewerbsergebnis für den Teilbereich Süd soll nun in eine Rahmenplanung münden. Im Herbst diesen Jahres soll die Öffentlichkeit die Planungen im Rahmen einer Ausstellung einsehen können. Bis zum Ende des Jahres dürfte es ein weiteres Update rund um die Bebauung des Blankenburger Südens geben – dann sollen die vorbereitenden Untersuchungen des Berliner Senats abgeschlossen sein. Erst im Anschluss können Bebauungspläne erarbeitet werden.