In der Senefelderstraße in Prenzlauer Berg soll am Dienstagmorgen überraschend eine illegale Fahrradstraße aufgetaucht sein. Unbekannte hätten dafür Markierungen und Piktogramme auf die Fahrbahn gemalt, berichtet der „Tagesspiegel“. Wer genau dafür verantwortlich ist, sei bisher nicht bekannt.

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Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von sogenannten „Pinsel-Revolten“, bei denen Anwohner aus Protest gegen stockende Verkehrsprojekte selbst zur Farbe greifen. Bereits 2021 hatte ein ähnlicher Fall in der Thulestraße Aufsehen erregt: Damals malten Anwohner Gehweg-Vorstreckungen auf die Straße, um gegen das Falschparken und die Tatenlosigkeit der Behörden zu protestieren. Die Reaktion des Bezirks: schnelles Übermalen. Auch diesmal sei es fix gegangen, wie der „Tagesspiegel“ weiter mitteilt.

Das Bezirksamt Pankow habe „umgehend die Abmarkierung beauftragt“. Man habe die Markierungen „nicht beauftragt bzw. aufgebracht.“ Durch wen die Piktogramme aufgebracht wurden, konnte ein Sprecher der zuständigen Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) nicht sagen. 

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Geplante Fahrradstraße auf Eis: Finanzierungsstopp bremst Verkehrsprojekte aus

Dabei ist die Umwandlung durchaus geplant: Laut früherem Bezirksamtsbeschluss soll der Abschnitt zwischen Kollwitzplatz und Helmholtzplatz künftig Radfahrenden Vorrang geben. Die Umsetzung war ursprünglich im Zusammenhang mit dem Bau der Radschnellverbindung „Panke-Trail“ durch das landeseigene Unternehmen Infravelo vorgesehen. Doch das Projekt liegt derzeit auf Eis.

Der Grund für die Verzögerung liegt eine Etage höher, bei der Senatsverkehrsverwaltung unter Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) einen umfassenden Planungs- und Finanzierungsstopp für fast alle Fahrradprojekte in der Hauptstadt verhängt. Die Folge: Auch beschlossene Maßnahmen wie in der Senefelderstraße kommen nicht voran – sehr zum Ärger vieler Anwohnender.