„Das ist sehr viel Geld für einen kleinen Verein“, sagt Robert Ide der Morgenpost. Der Vorsitzende der Kleingarten-Anlage „Bornholm 1“ am S-Bahnhof Bornholmer Straße wertet den Bescheid des Bezirksamts Pankow aber als „positives Signal“. Dass das beliebte Vereinslokal „Bornholm's“ nun an die Kanalisation angeschlossen werden muss, mache Eines deutlich: Dass es für lange Zeit eine wichtige Rolle in der Anlage spielen wird.

Donnerstag
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Mit dem ganz unverblümten Motto „Ach Du Scheiße, die Bornholmer Gärten bitten um Geld – für die Kanalisation“ wirbt der Vorsitzende des Kleingartenparadieses auf GoFoundMe für Spenden. Insgesamt rund 40.000 Euro soll der Anschluss des Lokals an die Kanalisation kosten. Mindestens 10.000 Euro, so das Ziel, sollen über die Kampagne eingesammelt werden.
Die 1896 gegründete Kleingarten-Anlage selbst, die zusammen mit „Bornholm 2“ und dem Gemeinschaftsgarten Schleifengarten die größte Gartenanlage in der Berliner Innenstadt bildet, hatte den Anschluss an die Kanalisation beantragt. Das Bezirksamt beschied ihn positiv – und erlegte den Anschluss sogar als notwendig auf.

Kleingarten-Anlage in Pankow: Keine Förderung von Senat und Bezirk
Eine bei Senat und Bezirk angefragte Förderung sei abgelehnt worden, ebenso ein Preisnachlass bei den Berliner Wasserbetrieben, so Ide. Lediglich der Bezirksverband der Kleingärtner Prenzlauer Berg beteilige sich mit einigen Tausend Euro. „Wir sind sehr dankbar dafür, doch das reicht nicht aus“, nennt Ide das Dilemma. Den Rest müsse man selbst aufbringen. Und zwar bis zum Sommer, weil im Herbst dann die Arbeiten erfolgen.
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„Wir bitten unseren Kiez und die Stadtgesellschaft um Hilfe – jede kleine Spende zählt“, wirbt der Kleingarten-Vorsitzende um Hilfe. Und er weist auf eine Gegenleistung hin: jede Menge Kultur-Veranstaltungen in der Anlage an der historischen Bösebrücke. So gab es Ende April ein Konzert im Vereinslokal, dessen Eintrittsgeld als Spende für den Umbau der Kanalisation dienen soll.

Bornholmer Gärten: „Veranstalten kostenlose Feste, sind viel für den Kiez da“
Am 11. Mai startete die Art Spring mit einer bunten Kunstschau in vielen Gärten. Am 17. Mai findet nun die offizielle Saisoneröffnung statt, unter anderem mit Live-Musik, Basteln und Kinderschminken. Auch in der Partneranlage „Bornholm 2“ ist an diesem Tag einiges los. Dort wird es unter anderem einen Flohmarkt, Workshops und eine Fotoausstellung geben. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Weitere Termine finden Sie hier.
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„Wir veranstalten kostenlose Feste, sind viel für den Kiez da“, so Ide zur Morgenpost. Nun hofft er im Gegenzug auf die Unterstützung möglichst vieler Berlinerinnen und Berliner. „Die Kanalisation ist wichtig für den Erhalt unseres Gartenlokals, das längst ein Kieztreffpunkt ist – und damit für unseren Erhalt als grüne Lunge im dicht besiedelten Kiez.“





