Seit Monaten gibt es an der Kavalierstraße in Pankow erbitterten Streit um zwei geplante Unterkünfte für insgesamt 422 Flüchtlinge. Anwohner und Naturschützer wollen die dafür notwendige Rodung des Baugrundstücks verhindern und verweisen auf den Arten- und Naturschutz.

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Das Bezirksamt Pankow hat laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ den Anwohnern nun eine Schonfrist gewährt und der Gesobau vorerst keine Genehmigung zur Rodung der grünen Wohnhöfe am Schlosspark Schönhausen erteilt. Diese ist für das Bauvorhaben eine zwingende Voraussetzung. Der Bezirk verwies auf den Beginn der Vogelbrut-Schonfrist, die am 1. März beginnt und bis Anfang Oktober dauert. Das Genehmigungsverfahren laufe zwar weiter, doch diese Woche sei keine Entscheidung mehr zu erwarten. Ein Termin für den Abschluss der Prüfung sei „aktuell nicht absehbar“, teilte eine Bezirksamts-Sprecherin dem „Tagesspiegel“ mit.

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Heißt konkret: Bis zum Herbst tut sich wohl erst einmal gar nichts. Erst dann könnten die beiden Gesobau-Gebäude errichtet werden – mit fast zwei Jahren Verzug. Allerdings: schon vor der jetzigen Wortmeldung des Bezirksamts war ein Baustart, wie berichtet, kaum zu erwarten, weil Umweltverbände Klagen angedroht hatten, sobald eine Freigabe der Rodung kommt. Nach wie vor bewerten sie die Ausgleichsmaßnahmen für den Schutz von Vögeln und Fledermäusen als mangelhaft. Eine Räumung der Baufläche wäre also wohl juristisch gestoppt worden. Nun bleibt es auch ohne diese Eskalation beim erwarteten Baustopp.

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Um die sogenannte Nachverdichtung einer von viel Grün geprägten Wohnsiedlung in der Kavalierstraße wird schon seit 2019 gestritten. Ursprünglich wollte die Gesobau dort ganz regulär Wohnungen bauen, auch dagegen gab es schon Widerstand von Anwohnern. Nun sollen nach Sonderbaurecht und damit schneller als üblich Wohnungen für Geflüchtete entstehen. Dafür sollen mehrere Dutzend Bäume gefällt werden. BM