Sie haben es wieder getan: Aktivisten der Gruppe „Sand im Getriebe“ errichteten in der vergangenen Nacht einen Pop-up-Radweg auf der Berliner Allee in Weißensee (Pankow). Erst im Sommer hatten sie mit einer ähnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt.

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Laut Mitteilung reagiere man damit auf die Streichung der dort geplanten Radstreifen durch den Senat. Man setze ein deutliches Zeichen für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende. „Die bereits 2011 angekündigten Fahrradstreifen kommen nicht, fehlende Fußgängerüberwege sind gestrichen und die Bundesstraße wird nicht zur Landesstraße abgestuft. Dieser Beschluss reiht sich in die vielen teuren und radverkehrsfeindlichen Fehlentscheidungen des CDU-Senats ein“, kritisierten die Aktivisten. Außerdem mahnen sie die fehlende Sicherheit auf der vielbefahrenen Straße an. Es sei ein Schlag ins Gesicht aller, die seit Jahrzehnten vor Ort für Verkehrssicherheit kämpfen und täglich diese gefährliche Strecke fahren müssen.

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Berliner Allee: Aufgemalter Radweg der Aktivisten ist 100 Meter lang

Der Pop-up-Radweg ist den Angaben von „Sand im Getriebe“ zufolge an der Berliner Allee auf Höhe des Weißen Sees. Er ist circa 100 Meter lang und wurde mit Kalk- und Kreidefarbe auf einer der zwei Autospuren gekennzeichnet und mit Fahrradsymbolen markiert. Neben dem Abschnitt hängt ein Banner, auf dem steht „Wo ein Wille, da ein Radweg“.

Dass die Aktivisten die Aufteilung der Spuren auf der Berliner Allee selbst gestalten, wird wohl Folgen haben. Nach der ersten Pop-up-Radweg-Aktion im Sommer sagte Verkehrsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU): „Solche Aktionen tragen definitiv nicht dazu bei, den Radverkehr sicherer zu gestalten und ein rücksichtsvolles Miteinander im Verkehr zu fördern.“ Es handele sich hierbei um einen gefährlichen Eingriff in den fließenden Straßenverkehr und nicht um eine verkehrsrechtlich angeordnete Maßnahme. BM

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