Der Mauerpark in Prenzlauer Berg lockt mit Sonnenhang, Amphitheater und vielen Veranstaltungen Berlinerinnen und Berliner, aber auch Touristen aus aller Welt. Der zuständige Bezirk Pankow beklagt wegen der Besuchermassen jedoch immer mehr zurückgelassenen Müll, nicht genehmigte Musikdarbietungen und den illegalen Handel mit alkoholischen Getränken. Schwerpunktkontrollen sollen den Verkauf von „Schwarzbier“ jetzt eindämmen. Dabei sind die Ordnungshüter nicht unbedingt sofort zu erkennen: sie agieren auch in Zivil.

„Damit der Charakter der geschützten Grünanlage erhalten bleibt und die verschiedenartigen Interessen aller Besucherinnen und Besucher miteinander in Einklang gebracht werden können, bedarf es verbindlicher Regeln“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Manuela Anders-Granitzki (CDU). Diese werde das Ordnungsamt verstärkt im Mauerpark an der Grenze zum Bezirk Mitte kontrollieren.

Berlin: Bezirksamt Pankow sagt illegalem Getränkehandel im Mauerpark den Kampf an

Denn: Die Getränke der fliegenden Händler ohne Gewerbeschein sind meistens deutlich günstiger als bei Läden und Spätis in der Nachbarschaft. So floriert das verbotene Geschäft. Vor allem an Sonntagen, wenn freie Zeit, Flohmarkt und Konzerte die meisten Menschen zum Besuch verleiten.

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Entsprechend erfolgreich verliefen laut Bezirksamt Pankow die Schwerpunktkontrollen an Sonntagen Ende Juni. Dabei seien 21 Anzeigen geschrieben und mehrere Hundert Liter Alkohol sichergestellt worden. Diese wurden, soweit sie von den Händlern nicht abgeholt wurden, „einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt“. Dieser Einsatz sei von Mauerpark-Besuchern und legal ansässigen Gewerbetreibenden positiv aufgenommen worden.

Nach warmen Tagen quillen die Mülleimer im Berliner Mauerpark regelmäßig über.
Nach warmen Tagen quillen die Mülleimer im Berliner Mauerpark regelmäßig über.© BM | Marc R. Hofmann

Im Zuge eines „ganzheitlichen Vorgehens“ sollen die Mitarbeiter des Ordnungsamts jedoch auch andere Zuwiderhandlungen gegen das Grünanlagengesetz ahnden. Das Bezirksamt nennt hier vor allem die Anleinpflicht von Hunden, „Tabakkonsum“ auf Spielplätzen und weitere Verstöße gegen die Gewerbeordnung und den Lärmschutz. Geplant sind die Schwerpunktkontrollen über den gesamten Sommer, in Zivil und gegebenenfalls auch in Uniform.

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Die Erkenntnisse des Bezirks Pankow entsprechen der Einschätzung der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), bei denen die Arbeit bei schönem Wetter regelmäßig zunimmt. Während achtlos weggeworfene Zigarettenkippen ein Dauerbrenner seien, nehme die Vermüllung durch Verpackungen noch zu, so das städtische Unternehmen.