Berlin. Im Streit um Verkehrswende-Projekte verweist ein Bezirk immer wieder auf Ablehnung der Polizei. Doch die widerspricht nun deutlich.

Angst vor Klagen, Einwände der Polizei, geplatzte Termine wegen Personalengpässen: Manchmal scheint es, dass im Bezirk Pankow bei der Verkehrswende andere Regeln gelten als im Rest Berlins. Da dauert es drei Jahre, über ein Durchfahrverbot für Autos in einer Fahrradstraße zu entscheiden. Da wird ein Kiezblock so akribisch mit Wissenschaftlern geplant, dass niemand mehr dagegen klagen kann. Und immer wieder taucht beim praktischen Umsetzen solcher Projekten dieses Argument auf: Es fehlt noch die Zustimmung der Berliner Polizei. Selbst von einem drohenden Stopp der Vorhaben wegen Bedenken der Polizei war zum Teil die Rede, etwa bei Pollern für die Fahrradstraße Ossietzkystraße oder Einbahnstraßen-Regelungen für den künftigen Kiezblock in Weißensee.