Mangels S- oder U-Bahnstation in erreichbarer Nähe beginnen wir unseren Spaziergang an der Haltestelle Angerweg der Tramlinie M1, die vom Hackeschen Markt kommt. Gegen die Fahrtrichtung führt die Kastanienallee nach links zum Zingergraben. Den gleichnamigen Weg, der sich nach hinten verengt, spazieren wir am schmalen Graben entlang bis zur Schönhauser Straße.
Wir sind bereits mitten in einer riesigen Kleingartenkolonie mit teils recht stattlichen Datschen. Alles sauber gepflegt, auch wenn man die Schönhauser Straße nach rechts und dann links in den Liliensteinweg geht. Alle Wegenamen beinhalten hier das Wort „Stein“.
Wunderschöne Fachwerkbauten auf einem Sportgelände
Am Katzsteinweg und Lorenzsteinweg vorbei geht es links in den Cupetiussteinweg und dann rechts über den Wiesenkräuterweg und am Sportgelände des FC Concordia Wilhelmsruh 1895 e.V. mit seinen schönen, denkmalgeschützten Fachwerkbauten entlang zur Bundesstraße 96a. Sie führt uns nach etwa 150 Metern Richtung Norden zum Eingang des Botanischen Volksparks Blankenfelde-Pankow. Der gehört zum Ortsteil Blankenfelde, war jahrelang unter der Obhut der landeseigenen „Grün Berlin“ und steht seit dem 1. Januar 2022 wieder unter der Verantwortung des Bezirkes Pankow. Ein herrliches, weitläufiges Terrain, auf dem man sich über die Wege treiben lassen kann. Wir empfehlen eine Tour gegen den Uhrzeigersinn nördlich am Wildtiergehege vorbei und über einen Zickzackkurs zur Geologischen Wand im Westen.
Die existiert bereits seit 1895, war ursprünglich im Volkspark Humboldthain beheimatet und wurde 1912 hier aufgestellt. 123 Gesteinsarten bilden einen repräsentativen Schnitt durch die verschiedenen Schichten der Erdkruste Mitteleuropas. Leider ist neben der Geologischen Wand keine Tafel zu sehen, auf der die nummerierten Steine erklärt werden (eine Liste findet sich allerdings im Internetlexikon „Wikipedia“).
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Es geht zum alten Dorfkern von Rosenthal
Wir gehen Gewächshaus und dem Areal „Weltacker 2000m²“ vorbei, verlassen den Volkspark durch den südlichen Ausgang und stoßen auf den Kräuterweg, der nach rechts am recht tiefen Nordgraben entlang bis zur Blumenwegbrücke führt. Nach deren Überquerung geht es über den Gebirgskräuterweg weiter am Nordgraben entlang bis zur Schönhauser Straße. Sie lenkt uns nach rechts zum alten Dorfkern von Rosenthal, für den sich auch eine Bürgerinitiative von Anwohnern (www.historischer-ortskern-rosenthal.de) stark macht. Etliche sehenswerte Gebäude in der Hauptstraße stehen unter Denkmalschutz, auf dem Dorfanger ist die schmucke Dorfkirche ein Blickfang.
Wenn man dann links von der Kirche zwischen zwei gelben Häusern einem kurzen Weg folgt, stößt man auf die Überreste des „Rosenthaler Wohnturms“. Zu sehen ist das Feldsteinfundament eines 1998 bei Ausgrabungen entdeckten Turmes mit dicken Mauern, der über 700 Jahre alt sein soll. An einem türkischen Imbiss vorbei stoßen wir auf die Friedrich-Engels-Straße, die nach links zur anfänglichen Tramstation „Angerweg“ zurückführt, von der wir wieder in die Innenstadt gelangen
Ausflugs-Info
- Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow Die heute unter Denkmalschutz stehende Grünanlage war frühe ein Rieselfeld und wurde bereits 1909 gestaltet. Während der westliche Teil nahe der Zingerteiche nicht verändert wurde, baute man nahe der Blankenfelder Chaussee Ackerflächen zur Schulung aus. Währen der beiden Weltkriege diente die Fläche der Versorgung der Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten. 1977 übernahm die Humboldt-Universität das Areal und baute Gewächshäuser und andere Gebäude. Nach dem Mauerfall übernahm der Senat den Park von der HU als wissenschaftlich-botanische Anlage. Besonders Kinder haben ihre Freude am Wildtiergehege, bei dem sich auch ein Automat für Tierfutter befindet. Das Café Mint, das sich vorher bei dem Gewächshaus befand, ist leider dauerhaft geschlossen. Blankenfelder Chaussee 5, Pankow
- Wegstrecke und Dauer Für die rund sieben Kilometer lange Rundtour sollte man um die zwei Stunden einplanen. Sie lässt sich im Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow verlängern.
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