„Das war das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt“, sagt Angela Dreßler von der Mietervereinigung K12 in Prenzlauer Berg. Am 21. Dezember unterzeichnete die Genossenschaft Selbstbau zusammen mit der Stiftung Edith Maryon in Berlin den Kaufvertrag für die vier Gebäude in der Kastanienallee 12, besser bekannt als „Hirschhof“.
Zuvor hatten die Mieter drei Jahre lang für den Erhalt der preisgünstigen Wohnungen gekämpft und immer wieder mit Protestaktionen auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Nach einer ersten Feier soll nun mit der Planung begonnen werden, wie das Wohnquartier fit für die Zukunft gemacht werden kann.
Bestandsaufnahme soll Sanierungsbedarf des Hirschhofs in Prenzlauer Berg klären
„Als erstes steht die Übergabe der Verwaltung an“, sagt Dreßler. Haben Genossenschaft und Mieter diesen „Papierberg“ im Frühjahr hinter sich gebracht, solle das Jahr 2023 zu einer Bestandsaufnahme genutzt werden. Ziel sei es, den Sanierungsbedarf und die dafür möglichen Förderoptionen in einem Abwasch zu klären. Im nächsten Jahr soll dann mit den Arbeiten begonnen werden. „Fertig werden wollen wir bis 2030, wenn möglich früher“, so die Sprecherin der Mietervereinigung.
Den Bewohnerinnen und Bewohnern steht also noch einmal eine anstrengende Zeit bevor, in der sie womöglich mehrere Jahre mit Einschränkungen durch den Bau rechnen müssen. Allerdings in der Gewissheit, nach der „emotionalen Achterbahnfahrt“ der vergangenen Jahre, in ihrem Zuhause bleiben zu können.
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„Es hat ein paar Tage gedauert, bis das angekommen ist“, sagt Dreßler. Nun sei es an der Zeit, den Erfolg zu feiern und Unterstützern zu danken. Dazu laden die Mieter am kommenden Samstag, den 14. Januar, von 13 bis 15 Uhr im Garten der K12 zu einem Neujahrsempfang mit Sekt und Kuchen ein.
Wie berichtet, wurde die sozialverträgliche Übernahme durch die Genossenschaftsförderung des Landes Berlin mit finanzieller Unterstützung der schweizer Stiftung Edith Maryon ermöglicht. Außerdem haben die Mieter einen Eigenanteil von zehn Prozent geleistet.



