Pankow

Tiny House wird Kieztreff auf Rädern in Weißensee

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Gäste bei der Eröffnung des mobilen Stadtteilzentrums in der Neumagener Straße in Weißensee (Bezirk Pankow).

Gäste bei der Eröffnung des mobilen Stadtteilzentrums in der Neumagener Straße in Weißensee (Bezirk Pankow).

Foto: Katharina Hohaus/hfr / BM

Der Tiny House-Trend beschert Weißensee einen Kieztreff als Hingucker. Diese besondere Idee steckt dahinter.

Berlin. Mit einem mobilen Stadtteilzentrum in Form eines Tiny Houses Beratung bieten und Möglichkeiten zum Austausch schaffen, das will der „Ja!Space“, der seit Neuestem im Bezirk Pankow steht. Der kleine Anhänger soll dazu sowohl als Ort für Beratungsgespräche dienen als auch als Treffpunkt für Menschen aus Weißensee und Umgebung.

„Das mobile Stadtteilzentrum begegnet dem Bedarf nach Begegnung, Austausch, Kultur, Bildung und Inklusion“, sagt Handan Sahin von der Mobilen Stadtteilarbeit (MoST) in Berlin. Dieser sei in Umfragen im vergangenen Jahr ermittelt worden. Flexibel, niedrigschwellig und ökologisch nachhaltig solle das Tiny House im Quartier nachbarschaftliche Beziehungen beleben.

Pankow: Tiny House als Treffpunkt in Weißensee soll Nachbarschaft beleben

Das Tiny House befindet sich auf einem Anhänger, der auf dem ehemaligen Sportplatz in der Neumagener Straße in Weißensee steht. Angedacht sind laut MoST dort Mutter-Kind-Veranstaltungen, Co-Working-Möglichkeiten, Hundetreffen, Sporttermine und Beratungsangebote zu sozialen Themen.

Zur Auseinandersetzung anregen soll auch der Treffpunkt selbst. Das Tiny House ist auf einem Anhänger montiert, den das „Refunc Collective“ aus den Niederlanden aus 90 Prozent recycelten oder recycelbaren Materialien aufgebaut hat. Ziel sei es, so einen nachhaltigen und experimentellen Raum zu schaffen, der Denkanstöße in Richtung Kreislaufwirtschaft liefern soll.

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Anwohnerinnen und Anwohner haben die Möglichkeit, selbst Angebote anzuregen, umzusetzen oder bei bestehenden Programmen Schichten zu übernehmen, um möglichst regelmäßige Öffnungszeiten zu gewährleisten.

Möglich gemacht wird das Projekt durch das Programm „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ in Zusammenarbeit mit der „Mobilen Stadtteilarbeit Weißensee“ mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds. Betreut wird es von Dessislava Haak, Handan Sahin, Valentina Sartori und Katharina Hohaus.

Geplant ist, dass das Tiny House auf dem ehemaligen Sportplatz in der Neumagener Straße in Weißensee zunächst bis Mitte 2023 steht.