Von Tauchern geborgen

Drei Bade-Tote am Wochenende in Berlin und Potsdam

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Am Sonnabend ist ein Schwimmer im Weißen See untergegangen. Außerhalb des Strandbads Weißensee ist das Baden verboten (Archivbild).

Am Sonnabend ist ein Schwimmer im Weißen See untergegangen. Außerhalb des Strandbads Weißensee ist das Baden verboten (Archivbild).

Foto: Thomas Schubert / Berliner Morgenpost

Im Weißen See und Flughafensee hat sich jeweils ein schwerer Badeunfall ereignet. Am Sonntag wurde ein weiterer Toter geborgen.

Berlin. Am Samstagabend haben sich in Berlin zwei tödliche Badeunfälle ereignet. Zunächst meldeten Retter der Berliner Feuerwehr, dass sie einen 17 Jahre alten Schwimmer aus dem Weißen See geborgen haben. Wie ein Sprecher mitteilte, wurde die Person von Einsatzkräften an Land geholt. Er sei untergegangen und von Tauchern geborgen worden, hieß es auf Morgenpost-Anfrage. Wiederbelebungsversuche am Ufer des Weißen Sees blieben ohne Erfolg. Polizei und Feuerwehr meldeten gegen 20.45 Uhr den Tod.

Auch im Flughafensee in Tegel gibt es laut Feuerwehr einen Badetoten zu beklagen. Hier fanden die Retter den Leichnam eines 59-Jährigen. Der Mann war vermutlich schon seit Stunden im Wasser. Angehörige hatten sich gewundert, dass er nicht nach Hause gekommen war. Offenbar sei der Mann an dem heißen Tag alleine baden gewesen, hieß es.

Am Sonntag meldete die Feuerwehr Potsdam über Twitter, man habe eine Person leblos aus dem Sacrow-Paretzer-Kanal Höhe Nedlitz geborgen.

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Unfallstelle liegt jenseits des Strandbads Weißensee

In Weißensee hatten Seebesucher gegen 18.30 Uhr einen Notruf abgesetzt, gleich nachdem sich der Badeunfall ereignet hatte und der 17-Jährige untergings. Ein Zeuge sagte der Morgenpost, dass sich die Unfallstelle an einer wilden Badestelle in der Nähe des Restaurants Milchhäuschen befinden soll – auf der gegenüberliegenden Seite des Strandbads Weißensees.

Nur dort ist das Baden in diesem Gewässer erlaubt. Aktuell versucht das Bezirksamt Pankow, das Badeverbot an den übrigen Ufern jenseits des Strandbads mit Schwerpunkteinsätzen und Plakaten durchzusetzen. Die Kampagne hat das Ziel, Badeunfälle zu verhindern und Parkbesucher daran zu hindern, an den unbewachten Seestellen ins Wasser zu steigen. In den früheren Sommern gab es immer wieder Badetote zu beklagen.

Noch am Samstagabend äußerte sich Pankows Ordnungsstadträtin Manuela Anders Granitzki (CDU) zu dem Todesfall und sagte: „Wir bedauern zutiefst, was geschehen ist“. Noch am Nachmittag sei das Pankower Ordnungsamt am Seeufer Streife gelaufen und habe Schwimmer aufgefordert, das Wildbaden zu unterlassen. Weil Unbekannte Schilder mit den Parkregeln abgerissen hatten, habe man sie durch neue ersetzt. Weitere Sondereinsätze mit der Berliner Polizei sollen folgen, um weitere schwere Unfälle zu verhindern. Die Stadträtin sagt mit Blick auf den heißen Sonntag: „Wir appellieren an alle Parkbesucher am Weißen See, das Wildbaden zu unterlassen.“

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( mit ag )