Bebauungsplanentwurf 3-60 „Pankower Tor“: Dieser kryptische Titel mag in seiner Trockenheit auf manch einen zunächst abschreckend wirken. Dahinter verbirgt sich jedoch das seit über zehn Jahren erwartete Großprojekt Pankower Tor, das unter anderem den Bau von 2000 neuen Wohnungen vorsieht, und zu dessen Entwurf sich nun interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger äußern können.

Nach langem Vorlauf für das Quartier des Möbel-Unternehmers Kurt Krieger ist das Projekt in die Phase der öffentlichen Beteiligung getreten – nun darf also jeder Interessent dazu Stellung nehmen. Die Ergebnisse der Stellungnahmen müssen in die weitere Planung des Pankower Tors miteinfließen. Um dieses anschaulich darzustellen, wurde im Bezirksamt Pankow, Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stadtentwicklungsamt, in der Storkower Straße 97, ein eigener Ausstellungsraum eingerichtet.

Dort werden die Ziele und der Zweck des Projektes erläutert, unterschiedliche Lösungen vorgestellt, die für die Entwicklung des Gebiets in Frage kommen, sowie Auswirkungen dargestellt.

Ausstellungsraum zum Pankower Tor: Plakate und Miniaturmodell

An den Aufstellwänden hängen große Plakate, die in teils bunten Farben den Grundriss des Großprojektes darstellen. In der Mitte des Raums steht ein langer Tisch, der ein Miniaturmodell des neuen Stadtquartiers trägt. Besonders hervorstechend: Der Grünzug und die grünen Dächer, die mit den restlichen weißen Häusern in einen farblichen Kontrast treten.

In der Stadtentwicklungsabteil des Bezirksamts Pankow in der Storkower Straße 97 können sich Interessierte unter anderem zu den Zielen der Planung informieren und ihre Meinung äußern.
In der Stadtentwicklungsabteil des Bezirksamts Pankow in der Storkower Straße 97 können sich Interessierte unter anderem zu den Zielen der Planung informieren und ihre Meinung äußern.© Alexander Rothe | Alexander Rothe

Rechts neben dem Eingang sind zusätzlich Ordner ausgelegt, in denen Interessierte Dokumente zu den verschiedenen Aspekte des Projektes durchblättern können, beispielsweise in Bezug auf den stark diskutierten Konflikt zwischen Artenvielfalt und Wohnungsbau. Darüber hinaus kann das Projekt bei Bedarf und nach vorheriger Terminabsprache auch von einem Mitarbeitenden aus dem Bezirksamt erläutert werden.

Hohes Bürgerinteresse an den Planungen für Pankows Zukunftskiez

Stellungnahmen können postalisch, auf elektronischem Wege über das Formular von mein.Berlin, schriftlich auf einem der ausgelegten Bögen im Ausstellungsraum oder mündlich vor Ort abgegeben werden – laut Rona Tietje, SPD-Stadträtin für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, seien die ersten beiden Möglichkeiten die gängigsten Wege. Letzteres sei im Rahmen einer Vor-Ort-Erörterung möglich: „Das heißt, dass sich die Kolleg*innen, die bei der Vor-Ort-Erörterung dabei sind, die Anmerkungen erzählen lassen und sich dabei Notizen machen, die die Bürger*innen dann gegebenenfalls noch gegenlesen können, so dass die Bürger*innen sich dann nicht noch einmal extra Zeit nehmen müssen, um ihre Gedanken aufzuschreiben“, schreibt Tietje auf Nachfrage der Berliner Morgenpost.

Zum Stand der bisher abgegebenen Zahl an Stellungnahmen und deren Inhalten wolle die Stadträtin aufgrund des laufenden Beteiligungsverfahrens nichts sagen. Es zeichnet sich jedoch ein ungewöhnlich hohes Interesse ab.

Der Ausstellungsraum hat unter der Woche bis maximal 18 Uhr geöffnet und ist frei zugänglich. Die genauen Öffnungszeiten finden Sie auf der Webseite des Bezirksamts Pankow.

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