Das Norovirus hat die Massenerkrankung von Schülern an der Heinrich-Roller-Grundschule in Berlin-Prenzlauer Berg ausgelöst. Das teilte das Gesundheitsamt am Mittwoch mit.

Am Dienstag seien fünf neue Erkrankungen gemeldet worden. Damit waren etwa 90 Kinder der Schule von der Magen-Darm-Erkrankung betroffen. Derzeit sind noch 23 Schüler krank.

Woher das Virus kam, kann die Gesundheitsbehörde noch nicht sagen. Vorläufig bleiben die Schulmensa und die Trinkwasserversorgung der Schule weiter gesperrt. Das Lebensmittelamt untersuche weiter Essensproben des Caterers. Es sei aber auch möglich, dass die Ursache nie eindeutig festgestellt werden kann, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit. Ähnliche Fälle von anderen Schulen seien nicht gemeldet worden.

Vor einem Jahr hatte das Schulessen eines Großcaterers das Norovirus an mehreren Schulen verbreitet. In Deutschland waren rund 10.000 Kinder betroffen. „Auch damals hatte es lange gedauert, bis der Herd in den chinesischen Erdbeeren festgestellt werden konnte“, sagte Kneiding.

Um die Qualität des Mittagessens an Schulen zu verbessern, laufen in allen Bezirken europaweite Ausschreibungen für Caterer. Die Bewerbungsfrist endete in dieser Woche. Nach den Ferien sollen die Testessen für Eltern, Lehrer und Schüler beginnen.

Die Caterer hatten zuvor die Ausschreibungen boykottiert, weil sie die geforderte Qualität zum Preis von 1,50 Euro pro Essen nicht mehr liefern konnten. In den neuen Ausschreibungen ist nun ein Festpreis von 3,25 Euro festgelegt. Ab Februar müssen die Eltern monatlich 37 Euro für das Schulessen bezahlen.

flo