An der Heinrich-Roller-Grundschule in Berlin-Pankow sind 87 Kinder und zwei Lehrer an Brechdurchfall erkrankt. Damit sei die Zahl der seit Freitag bekannten 76 Fälle gestiegen, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag.
Die Ursachen der Erkrankung seien noch nicht bekannt, sagte die Sprecherin. Laborergebnisse des zuständigen Gesundheitsamtes Pankow stünden noch aus. Dort werden Stuhl- und Essensproben untersucht. Eine Lebensmittelvergiftung sei nicht ausgeschlossen, sagte die Sprecherin.
An der Schule wird es an diesem Montag kein Schulessen geben. Die Sprecherin von Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU), Regina Kneiding, sagte, dass es an der Schule solange kein Schulessen geben werde, bis geklärt sei, weshalb Schüler und Lehrer an einem Brech-Durchfall erkrankt seien.
Beate Stoffers, Sprecherin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bestätigte der Berliner Morgenpost, dass die Leiterin der Grundschule am Freitag die Schulaufsicht über die Erkrankung der Kinder informiert habe. Stoffers sprach von vielen betroffenen Schülern. Küche und Mensa seien geschlossen und die Trinkwasserversorgung vorsorglich gesperrt worden.
Der Schulbetrieb soll aber aufrecht erhalten werden. Die Eltern seien aufgefordert worden, ihren Kindern von Montag an Lunchpakete und Getränke mit in die Schule zu geben.
Die Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung Kneiding betonte, dass es sich bei den erkrankten Kindern ausschließlich um Schüler der dritten bis sechsten Klassen handele. Der für die Schule zuständige Caterer habe aber auch Essen für die anderen Kinder geliefert. Diese seien nicht erkrankt. „Es steht deshalb nicht fest, ob das Schulessen der Auslöser für den Magen-Darm-Infekt gewesen ist“, sagte Kneiding.
Bisher hätten keine weiteren Schulen eine derartige Erkrankung von Schülern gemeldet.
kö



