Längst ist Leben eingezogen. Doch erst jetzt wurden die Buckower Felder im Süden Neuköllns auch offiziell eröffnet. Anwesend waren bei der Einweihung des Wohnquartiers nicht nur der Regierende Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), und der Bezirksbürgermeister Neuköllns, Martin Hikel (SPD). Sondern auch zwei Überraschungsgäste: die Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und der ehemalige Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD). Letzterer hatte in seiner Amtszeit den Anstoß zur Realisierung der Buckower Felder gegeben.
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Entstanden sind auf den Buckower Feldern nach viereinhalb Jahren Bauzeit insgesamt knapp 900 Wohnungen, rund 700 davon von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land. Weitere 200 Wohnungen sind genossenschaftlich. Insgesamt bietet das Wohnquartier Platz für 1700 neue Menschen. Wegner nannte es in seiner Rede „das größte Bauprojekt“ der Stadt und des Landes und lobte die städtischen Gesellschaften als „stärksten und verlässlichsten Partner“ im Kampf gegen die Wohnungsnot.
Weiter wandte sich Wegner an seine Vorgänger Michael Müller und an Franziska Giffey: „Michael, du hast im September 2021 den Grundstein gelegt und als Franziska Bezirksbürgermeisterin war, gab es die ersten Gespräche zum Beteiligungsverfahren. Man sieht, solche Prozesse dauern immer ein bisschen Zeit“, so Wegner. „Heute stehen wir nun hier und freuen uns über die Fertigstellung.“
Buckower Felder: Mietpreise ab 6,50 Euro pro Quadratmeter
Ebenfalls unter den Rednern: Der Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Stephan Machulik (SPD). Er zielte in seinem Redebeitrag unter anderem auf die Durchmischung des Wohnquartiers ab. Die Hälfte des entstandenen Wohnraums ist mietpreis- und belegungsgebunden. Die Mietpreise strecken sich von 6,50 Euro bis knapp 17 Euro pro Quadratmeter.
„Es sind sehr unterschiedliche Bevölkerungsschichten, die nun hier ankommen. Es sind neu Zugewanderte, die hier ein Zuhause gefunden haben. Aber auch von der wirtschaftlichen Stärke ist ein großes Breitband hier abgebildet“, so Machulik. „Und ich glaube, in fünf bis zehn Jahren wird hier ein stabiler, lebenswerter Kiez entstanden sein, der wirklich allen Menschen, die in Berlin leben, offensteht.“

Bezirksbürgermeister Martin Hikel erinnerte sich wiederum an emotionale Reaktionen zu Beginn des Wohnungsbauvorhabens zurück. „Ich kann mich an viele Diskussionen erinnern mit Nachbarinnen und Nachbarn. Auf der ehemaligen Ackerfläche hat ein Volksfest stattgefunden und es war eine beliebte Hundeauslaufwiese. Eine Veränderung hier herbeizuführen, hat viele Emotionen in der Nachbarschaft hochgekocht.“
Doch Wohnungsnot und die Gentrifizierung, von der vor allem der Norden Neuköllns stark betroffen ist, sind schwerwiegend, so Hikel. „Wir haben früh festgestellt, dass wir den Markt entlasten müssen, indem wir mehr Wohnungen bauen, damit alle Menschen ein Zuhause finden“, so der Sozialdemokrat. Deswegen habe in den Gesprächen mit den Anwohnenden nie das „Ob“, sondern das „Wie“ im Fokus gestanden. „Und dass es funktionieren kann, können wir heute sehen. Das macht einen durchaus stolz“, so Neuköllns Bezirksbürgermeister.
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Die Buckower Felder bieten einen Wohnungsmix von Einraumwohnungen bis hin zu Fünf-Zimmer-Appartements. Darunter gibt es auch barrierearme und barrierefreie Angebote. Zwei Quartiersgaragen (Stellplätze kosten monatlich 60 bzw. 90 Euro) befinden sich am Rande des Wohngebiets. Die Buckower Felder sind ein autoarmes Wohngebiet. Weiter setzt das Quartier auf Nutzung von Abwärme und Wärmerückgewinnung sowie Stromgewinnung durch Photovoltaikanlagen. Die Buckower Felder sind außerdem Pilotprojekt der Schwammstadt Berlin.





