„Liebe SchwuZ-Community, es ist ernst. Wirklich ernst.“ Mit diesen eindringlichen Worten richten sich die Betreiber des Neuköllner Clubs in einem Post auf Instagram an ihre Unterstützer. Das SchwuZ habe Insolvenz angemeldet, heißt es weiter, einer der größten queeren Clubs Europas stehe „auf der Kippe“.
In einer Mail der Geschäftsführung an die Mitglieder des Vereins ist von erheblichem finanziellen Schwierigkeiten die Rede. Rückläufige Umsätze und monatliche Fehlbeträge von bis zu 60.000 Euro hätten das SchwuZ in die Bredouille gebracht. Allerdings solle der Clubbetrieb bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Oktober weitergehen. „Die Beschäftigungsverhältnisse bleiben bestehen und die Gehälter werden weiterhin gezahlt“, teilte die Geschäftsführung mit.
Club SchwuZ in Berlin: Betreiber kündigen einschneidende Maßnahmen an
Ein Berater soll nun helfen, das SchwuZ wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Ein Insolvenzantrag sei „nicht das Ende, sondern ein Werkzeug, welches dem SchwuZ wieder Luft zum Atmen gibt“, heißt es in einer Mitteilung an die Vereinsmitglieder. Dies werde jedoch nicht ohne einschneidende Maßnahmen geben. Erst kürzlich hatte der Club 33 Mitarbeitenden gekündigt.
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In dem Instagram-Post geben sich die SchwuZ-Verantwortlichen kämpferisch. „Seit fast 50 Jahren ist das SchwuZ nicht einfach nur ein Club. Es ist ein zweites Wohnzimmer. Ein Ort für queere Kunst, Community, Familie, Widerstand. Hier haben viele von uns gefunden, wonach wir gesucht haben: ein Zuhause, unsere Wahlfamilie und Freiheit“, heißt es dort. Jeder und jede zähle. „Kommt zurück. Feiert mit uns. Teilt diesen Post. Zeigt, dass das SchwuZ gebraucht wird“, schließt der emotionale Appell.
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