Das „Schwuz“ in Berlin-Neukölln steckt in einer finanziellen Krise – und die hat jetzt Folgen für die Mitarbeitenden: Wie rbb24 berichtet, wurden 33 Mitarbeitende des Clubs betriebsbedingt gekündigt, sechs weitere Verträge nicht verlängert. Damit verliert im Schwuz rund ein Drittel der Belegschaft seinen Arbeitsplatz – darunter auch langjährige Beschäftigte.

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Die Kündigungen kamen für viele offenbar überraschend. „Es gab keine Kommunikation davor“, zitiert der Sender Leo Schreiber, seit über zwei Jahren im Tür-Team des Clubs tätig und nun selbst gekündigt. Besonders schwer wiegt laut dem Bericht für die Betroffenen die mangelnde Kommunikation der Geschäftsführung vorab. So seien die Mitarbeiter laut Schreiber nicht einmal per Mail vorgewarnt worden. Die Kündigungen seien stattdessen unangekündigt postalisch zugestellt worden.

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Schwuz-Geschäftsführerin verteidigt Vorgehen

Geschäftsführerin Katja Jäger verteidigte die Maßnahme gegenüber rbb24 als notwendig. Nur so könne eine drohende Insolvenz abgewendet werden. Ohne die Einschnitte, so heißt es im Bericht, hätte der Club bereits im August Insolvenz anmelden müssen. Laut Jäger sei der Club mit einem massiven Gästerückgang konfrontiert, bereits Anfang des Jahres wurden erste Sparmaßnahmen eingeführt – die waren offenbar nicht ausreichend.

Besonders kritisch sehen Beschäftigte auch eine Aussage Jägers auf einer Betriebsversammlung: Klagen gegen die Kündigungen könnten laut ihr die Schließung des Clubs begünstigen – für manche eine „indirekte Drohung“.

Schwuz sammelt Geld für KI statt für Mitarbeiter

Zugleich stößt ein neues Crowdfunding-Projekt auf Unverständnis: Statt Mittel zur Rettung von Arbeitsplätzen zu suchen, will das Schwuz 150.000 Euro für Modernisierungen – etwa durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – sammeln.

Auch der geplante Ersatz des Tür-Teams durch einen externen Sicherheitsdienst sorgt für Kritik. Das interne Team sei nicht nur günstiger, sondern auch für Awareness im Club verantwortlich gewesen – ein sensibler Bereich, der nun gefährdet scheint. Jäger betont hingegen, eine für Awareness zuständige Person bleibe erhalten – und soll künftig mit dem externen Personal an der Tür zusammenarbeiten.

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Immerhin: Der Club will die Gekündigten bei der Jobsuche unterstützen und weitervermitteln. Für viele bleibt jedoch vor allem das Gefühl, im Stich gelassen worden zu sein.

BM