Während die Hamas israelische Zivilisten massakriert, jubeln Anhänger des Terrors in Berlin. In Neukölln haben sich am späten Samstagabend mehr als 50 Menschen zu einer laut Polizei pro-palästinensischen Demo versammelt. Die Polizei habe die Menschen überprüft und entsprechende Maßnahmen durchgeführt, sagte ein Polizeisprecher.

Demnach versammelten sich gegen 20.50 Uhr an der Reuterstraße Ecke Sonnennallee mehr als 50 Menschen, zumeist Männer. Sie hetzten mit Parolen gegen Israel, schwenkten Palästina-Fahnen und feierten die Morde der Hamas an unschuldigen Zivilisten. Es soll sich bei vielen der Hass-Demonstranten um Mitglieder der Vorfeldorganisation der palästinensischen Terror-Gruppe PLFP namens Samidoun handeln.
Angriff auf Israel: Israelfeindliche und Gewalt verherrlichende Sprechchöre in Berlin-Neukölln
Die Polizei war mit mehr 100 Einsatzkräften vor Ort und forderte die Hass-Demonstranten mehrmals auf, israelfeindliche Sprechchöre zu unterlassen und wies auf das Vermummungsverbot hin. Da den Anweisungen keine Folge geleistet wurde, kam es zu zahlreichen Festnahmen, unter anderem der Rädelsführer und Anpeitscher der Hassreden.
Gegen 22.30 Uhr begannen die Einsatzkräfte schließlich, die Versammlung aufzulösen. „Es werden weiterhin israelfeindliche und Gewalt verherrlichende Sprechchöre skandiert. Es wird weiterhin Vermummung angelegt. Durch diese Handlungen ist eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingetreten. Dadurch war die Polizei gezwungen, die Versammlung aufzulösen“, hieß es per Lautsprecher an die Hass-Demonstranten.
Angriff auf Isreal: Polizist bei Demonstration in Berlin-Neukölln verletzt
Weiter kam es in der Nacht zu Sonntag zu schweren Ausschreitungen und massiven Angriffen auf Beamte in der High-Deck-Siedlung, einer von Berlins Problem-Kiezen. Die Siedlung ist von Palästinensischen Jugendlichen und Hamas-Sympathisanten dominiert. Eine Gruppe von mindestens fünf jungen Männern attackierte von einer Brücke aus einen Einsatzwagen der Polizei. Nach ersten Informationen warfen sie mehrere Steine von der Brücke auf den Wagen, trafen die Frontscheibe, die jedoch standhielt und nicht durchbrach. Durch die Splitter sei ein Polizist leicht verletzt worden, wurde am Sonntagmorgen mitgeteilt.

Zuvor ging Instagram ein Video vom anti-israelische Netzwerk Samidoun viral, in dem eine Gruppe zu sehen war, die Parolen skandierte. Die Organisation hatte am Samstagnachmittag bereits süße Backwaren an Passanten verteilt, „zur Feier des Sieges des Widerstands“, wie sie auf Instagram schrieben.
Israel wird seit Samstagmorgen von der islamistischen Hamas angegriffen. Mit Stand Samstagabend wurden bisher mindestens 250 Menschen in Israel getötet, mehr als 1400 seien verletzt worden. Im Gazastreifen sollen etwa 240 Menschen gestorben und weitere 1700 verletzt worden sein.
Der Bezirksbürgermeister Neuköllns, Martin Hikel, hat die Aktion verurteilt. Der SPD-Politiker sagte der Welt: „Dass eine Organisation wie Samidoun in Neukölln Süßigkeiten verteilt, während der Terror über Israel hineinfällt, ist eine entsetzliche Verherrlichung eines furchtbaren Kriegs.“ Darüber hinaus forderte er ein Verbot des Netzwerks.

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mit dpa



