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Mehr Andrang in Britzer Garten und auf Tempelhofer Feld 

Blick auf das Tempelhofer Feld.

Blick auf das Tempelhofer Feld.

Foto: Josephine Macfoy

Grüne Gebiete waren 2020 wichtige Ausweichorte zum gewohnten Berliner Programm. Auf zwei großen Flächen gab es Zustrom. 

Berlin. Seit knapp einem Jahr sind die meisten Freizeitaktionen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich. Etwas Bewegung an der frischen Luft war aber immer vertretbar, so ist es voller geworden auf den Grünflächen der Stadt.

Den gefühlten Trend bestätigen Besuchererhebungen: 2020 waren im Britzer Garten mehr als eine Million Menschen unterwegs. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr. Auch das Tempelhofer Feld hat die Gesellschaft Grün Berlin, zuständig für beide Flächen, genauer untersucht. Eine Woche lang, von Montag bis Sonntag, wurde der Publikumsverkehr im September gemessen. Ergebnis: Rund 190.000 Besuche gab es, 70.000 mehr als in einem vergleichbaren Zeitraum im Jahr 2014.

Könnte die Kulturszene aufs Tempelhofer Feld ausweichen?

Ausweichmöglichkeiten zur sonst vielfältigen Kulturlandschaft der Innenstadt waren die beiden Orte auch, weil trotz Pandemie dort Veranstaltungen stattfinden konnten, wenn auch weniger als angedacht. 2021 will Grün Berlin daran anknüpfen. Wenngleich es momentan auch sehr schwierig ist zu planen, so finden sich im Sommerprogramm doch bereits konkrete Einträge. Veranstaltungen des Britzer Freilandlabors für Schulklassen sind zunächst ausgesetzt.

Wäre das frei zugängliche Tempelhofer Feld, auf dem sich viele Menschen gut aus dem Weg gehen können, perspektivisch nicht auch eine Option für die Kulturszene? Veranstaltungen, antwortet Grün Berlin, dürfen ausschließlich auf dem äußeren Wiesenring stattfinden. Der Natur- und Artenschutz spielt eine große Rolle auf der Fläche, etwa die Feldlerche hat sich dort angesiedelt.