Polizei

Büro von Deutsche Wohnen in Neukölln angegriffen

Unbekannte haben in Neukölln ein Büro und Fahrzeuge von Deutsche Wohnen beschädigt und mit Farbe beschmiert.

Unbekannte haben in Neukölln ein Büro von Deutsche Wohnen angegriffen.

Unbekannte haben in Neukölln ein Büro von Deutsche Wohnen angegriffen.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Berlin. In der Nacht auf Montag wurde das Büro des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen an der Fritz-Reuter-Allee in Britz angegriffen. Ein Zeuge beobachtete, wie zwei bislang Unbekannte gegen 2.30 Uhr Glasscheiben des Büros beschädigten. Anschließend beschmierten die Täter vier Autos der Wohnungsgesellschaft mit roter Farbe. Der Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen, wie die Polizei Berlin mitteilte.

Seit Monaten Kritik an Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen steht seit Monaten in der Diskussion um steigende Mieten in der Kritik. Der an der Börse notierte Immobilienkonzern bewirtschaftet in Berlin rund 110.000 Wohnungen und gehört damit zu den größten Immobilienbesitzern der Stadt. In den vergangenen Monaten hatte zudem die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ 77.000 Unterschriften gesammelt und damit die erste Hürde für ein Volksbegehren genommen.

Am Sonnabend hatte die Deutsche Wohnen jedoch mit einer Selbstverpflichtung auf der konzerneigenen Internetseite auf die Debatte regiert: Demnach sollen ab 1. Juli künftige Mieterhöhungen so begrenzt werden, dass ein Haushalt maximal 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Nettokaltmiete aufwenden müsse. Zudem solle jede vierte neu zu vermietende Wohnung an Mieter mit Anspruch auf eine Sozialwohnung vergeben werden.

Deutsche Wohnen will Mieterhöhungen auf 30 Prozent des Nettoeinkommens begrenzen

Die freiwillige Selbstverpflichtung der Deutsche Wohnen soll zunächst für fünf Jahre in ganz Deutschland gelten – auch dann, wenn der Mietspiegel weitere Erhöhungen erlaube, heißt es in der Erklärung. Bereits bestehende Vereinbarungen zwischen der Deutsche Wohnen und einzelnen Mietern, die im Vergleich mit der neuen Selbstverpflichtung für die Mieter vorteilhafter sind, blieben bestehen. Das Unternehmen schreibt aber auch: Weitere „regulatorische Eingriffe in das Mietrecht“ könnten dazu führen, dass die Selbstverpflichtung wieder zurückgenommen werde.