Neubau

Gropiusstadt bekommt ein neues Hochhaus

In Neukölln wird ein 20-geschossiges Hochhaus gebaut. Geschätzte Baukosten: rund 37 Million Euro.

So soll es aussehen, das neue Hochhaus in der Gropiusstadt.

So soll es aussehen, das neue Hochhaus in der Gropiusstadt.

Foto: Eike Becker Architekten

Berlin. Am Theodor-Loos-Weg Ecke Wutzkyallee in der Gropiusstadt baut die Genossenschaft des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin ein neues Hochhaus. Bis vor Kurzem stand hier noch ein zweistöckiges Parkhaus. Nun wird auf dem Areal ein 20 Stockwerke hoher Wohnungsturm gebaut, der flankiert wird von einem fünfgeschossiges Stadthaus und einem eingeschossigen Pavillon.

Die beiden niedrigeren Häuser sind über einen Sockel mit dem Hochhaus verbunden. Im Erdgeschoss der Neubauten soll ein Restaurant, verschiedene Geschäfte sowie Gemeinschaftsräume eingerichtet werden. Rund 37 Million Euro soll der Neubau kosten.

Hochhaus in Neukölln soll sich in bestehende Architektur integrieren

„Durch die geometrische Überlagerung der beiden kleineren Baukörper und des Hochhauses wird eine harmonische Einbettung der neuen Bebauung in die Bestandsstruktur ermöglicht und die Höhe des Turms geschickt vermittelt“, schreibt der Architekt des neuen Gebäudekomplexes, Eicke Becker, auf seiner Webseite.

Das Ziel sei es, den Neubaukomplex so gut wie möglich in die bestehende Architektur der Gropiusstadt zu integrieren. Trotzdem: Mit seinen 20 Stockwerken wird der Neubau künftig zu einem der höchsten Häuser in der Gropiusstadt zählen.

2021 sollen die ersten Mieter in Neubau einziehen

Insgesamt werden hier 116 neue Wohnungen entstehen, die zwischen 50 und 120 Quadratmeter groß sind. Jede der Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen wird einen eigenen Balkon oder eine Loggia bekommen.

Unter dem Neubau entsteht zudem eine Tiefgarage mit bis zu 200 Pkw-Stellplätzen. Die Arbeiten an der Baugrube und der Tiefgarage sind übrigens bereits in vollem Gange. Am Montag wurde nun der Grundstein für den Neubau gelegt. Und läuft alles weiter nach Plan, sollen bereits in zwei Jahren, also Anfang oder Mitte 2021, die ersten Mieter einziehen.

Quadratmeter in neuer Wohnung kostet rund 9,50 Euro

Doch das Wohnen im schicken neuen Hochhaus hat auch seinen Preis: Durchschnittlich 9,50 Euro soll der Quadratmeter hier kosten. Selbst für die Gropiusstadt, die einst als Großsiedlung mit mehr als 90 Prozent Sozialwohnungen errichtet wurde, ist das längst nicht mehr besonders viel. Laut der Internetseite capital.de liegt der Mietpreis für Neubauwohnungen bei mittlerweile 10,88 Euro im Durchschnitt.

Streit um steigende Mieten in Gropiusstadt

Doch sorgen die steigenden Mieten in der Gropiusstadt in jüngster Zeit immer wieder für Verärgerung bei Anwohnern. Derzeit renoviert beispielsweise eine der größten Wohnungseigentümer in der Großwohnsiedlung, die Gropiuswohnen, fleißig ihre rund 4200 Wohnungen. Etwa 10.000 Mieter dürften von den Baumaßnahmen betroffen sein.

Und die regen sich über steigende Mieten nach den Sanierungen auf. Bisher liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise von Gropiuswohnen bei 6 Euro bei Bestandsmieten. Nach der Modernisierung werden sie vermutlich auf 8 Euro ansteigen. Mittlerweile hat sich auch das Neuköllner Bezirksamt in den Streit zwischen Anwohnern und Gropiuswohnen eingemischt. Es wird geprüft, ob es sich bei den Renovierungsarbeiten der Wohnungsbaugesellschaft um antrags- und genehmigungspflichtige Maßnahmen handelt.