Immer mehr Politiker eilen den Bäumen in der Torstraße in Mitte zur Hilfe. Nach Plänen der Senatsverkehrsverwaltung sollen 32 davon im Zuge des Umbaus der Torstraße gefällt werden. Die Bundestagsabgeordnete Hanna Steinmüller (Grüne) richtet sich in einem Schreiben an Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) mit der Bitte, die gesamte Baumaßnahme auszusetzen.
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Das Schreiben liegt der Berliner Morgenpost vor. Steinmüller, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Berlin-Mitte, fordert darin, ein Moratorium für die geplante Umgestaltung der Torstraße zu veranlassen. Die Pläne müssten neu bewertet werden. Bis dahin sollen laut Steinmüller keine Bauleistungen vergeben und auch keine Bäume gefällt werden.
Berlin-Mitte: Anwohner protestieren gegen Baumfällungen auf der Torstraße

In den vergangenen Monaten haben sich etliche Anwohner zu einer Initiative gegen die Baumfällungen zusammengetan. Jeden Mittwoch treffen sich Unterstützer von „Lebendige Torstraße“ an der belebten und zentralen Straße zu einem Protest. Hanna Steinmüller berichtet, dass auch sie viele Zuschriften erreichten, in denen Bürger die geplanten Baumfällungen kritisierten. „Gerade nach diesem Hitzesommer halte ich es für schwer vermittelbar, gesunde und über Jahrzehnte gewachsene Straßenbäume zu fällen“, so Steinmüller.
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Sie gibt außerdem zu bedenken, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen, seitdem die Umbaupläne erarbeitet wurden, verändert hätten. „Mit den neuen gesetzlichen Vorgaben zur Klimaanpassung und zum Schutz des Berliner Stadtgrüns haben Erhalt und Ausbau grüner Infrastruktur zusätzliches Gewicht bekommen.“ Steinmüller bezweifelt nicht, dass die Torstraße saniert werden müsse. Dennoch müssten „irreversible Tatsachen“ genau geprüft werden.

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Erst vor wenigen Tagen hatte Mittes Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) in Briefen an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und an Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) ein Moratorium gefordert.







