Der KitKatClub an der Köpenicker Straße gehört zu den Etablissements, denen ihr Ruf vorauseilt. Hier sollen sich unerhörte Dinge abspielen, unglaubliche Szenen, die sich ein Otto-Normalbürger in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kann. Das KitKat lebt von diesem Mythos. Die Türpolitik ist scharf, sehr scharf. Nicht vielen ist es vergönnt, hineinzukommen und sich in das wilde Treiben zu stürzen. Es herrscht ein striktes Handy-Verbot. Filmen ist streng verboten.

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Das iranische Regiepaar Mohsen Najafimehri und Diba Darbari hat es geschafft, sich offiziell Zutritt zu verschaffen. Sie durften im Allerheiligsten filmen. Die Dokumentation zeichne „ein vielstimmiges und ambivalentes Bild eines Berliner Kulturortes und seiner Menschen – sinnlich und persönlich, zugleich kritisch und ohne voyeuristischen Blick“, heißt es in der Programmankündigung der ARD.
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Es ist nicht der erste Film über den KitKatClub. Und sicher auch nicht der letzte. Seit der Eröffnung 1994 beflügelt der Laden die Phantasie der Menschen. Wie mag es dort wohl zugehen? Stimmen die wilden Geschichten von Sex in allen Variationen, von Fetisch-Nächten und Ekstase? Kristian Costa-Zahn, Programmgeschäftsführer ARD Kultur, formuliert es so: „Egal, ob man das KitKat faszinierend, fremd oder kontrovers findet: Mit diesem Film kann man etwas erleben, was sonst kaum möglich ist. Wir konnten erstmals an den Samstagabenden im Club drehen und Menschen in sehr persönlichen Momenten begleiten. Dadurch entsteht ein Blick auf eine Welt, über die viele sprechen, die aber nur wenige wirklich kennen. Wir beobachten, hören zu und bilden ab, ohne zu bewerten.“

In der Dokumentation „One Night at KitKat“ (ab 30. September in der ARD-Mediathek) kommen auch die Macher des Clubs und die Menschen dahinter zu Wort. Der Film begleitet unter anderem KitKat-DJ Don Basti und seine Freundin Nora, die von Depressionen, Körpergefühl und neuer Selbstsicherheit erzählen. Die ehemalige Köchin und heutige Domina Megan spricht über sexuelle Selbstbestimmung – und darüber, wo die Schutzmechanismen des Clubs an ihre Grenzen stoßen.
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Weil Nacktheit und sexuelle Inhalte im dokumentarischen Kontext für diesen Film unabdingbar sind, wurde die Doku von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. In der ARD Mediathek ist sie daher entweder nur mit Login für Nutzerinnen und Nutzer ab dem entsprechenden Alter verfügbar oder ohne Login im Rahmen des Jugendmedienschutzes ab 22 Uhr. Zu sehen ist „One Night at KitKat“ auch linear am 8. Oktober um 22.55 Uhr bei 3sat.
tok






