Es ist ein überraschender Schlag für Berlins subkulturelle Szene. Der US-Konzern Meta hat die Instagram-Accounts des berühmten Fetisch-Clubs „KitKatClub“ sowie des sexpositiven Clubs „Insomnia“ gesperrt. Das bestätigten die Betreiber am Dienstag dem „RBB“. „Das ist knallharte amerikanische Zensur“, sagt „Insomnia“-Chefin Dominique. Auch andere Clubs und Partyreihen seien betroffen.

Instagram-Sperre verursacht wirtschaftlichen Schaden

Wie der „RBB“ berichtet, habe der „KitKatClub“ auf einen Schlag sein verifiziertes Instagram-Profil mit 220.000 Followern verloren. Auch „Insomnia“-Chefin Dominique berichtet von der Löschung ihres Kanals samt 25.000 Followern – und kurz darauf eines weiteren mit 12.000 Abonnenten. Laut den Betreibern wurden die Accounts ohne Vorwarnung oder Angabe von Gründen abgeschaltet, obwohl sie nach eigenen Angaben stets die strengen Standards von Meta einhielten.

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Die Folgen seien erheblich, denn viele Partytickets würden über Instagram verkauft. Auch sei viel Geld in Fotos, PR und Team investiert worden, betont Dominique. Zudem sei die Plattform auch ein „Einfallstor, mit Menschen in Kontakt zu kommen oder Menschen mal eine Idee zu präsentieren, nach der sie nicht gesucht haben“, unterstreicht sie.

Meta selbst habe bislang nicht auf Nachfragen zum genauen Grund der Sperrung reagiert. Berliner Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Jan Mönikes, sieht hier eine rechtliche Grauzone. Zwar habe der US-Konzern Meta auch einen Sitz in Europa und müsste sich formal an deutsches Recht halten, könne aber nach seinen eigenen Richtlinien auch Inhalte entfernen, erklärt er auf Anfrage von „RBB“.

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Clubbetreiber prüfen rechtliche Schritte

Die Clubbetreiber hoffen nun auf eine schnelle Wiederherstellung der Accounts. Gleichzeitig prüfen sie rechtliche Schritte und wollen sich Unterstützung bei Interessenverbänden wie der Berliner Clubcommission holen. Sollte keine Einigung erzielt werden, müssen Fans und Gäste wohl bald über andere Kanäle auf dem Laufenden gehalten werden.

pau