Der Himmel leuchtet am Sonnabend tiefblau über dem Rosa-Luxemburg-Platz. Vor der Fassade der Volksbühne glitzert das Wasser. Badegäste sitzen am Beckenrand, Handtücher hängen über dem schwarzen Geländer. Ein Mann posiert in Badehose, Sonnenbrille und weißem Hut für ein Foto. Neben ihm lächelt seine Begleiterin in die Kamera. Wo sonst Theaterbesucher über Vorstellungen sprechen, herrscht an diesem heißen Tag Freibadstimmung. „Ich liebe alles daran. Das ist so, wie Berlin sein sollte“, sagt Arthur.
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Das Volksbad verwandelt den Platz vor der Volksbühne derzeit in einen ungewöhnlichen Treffpunkt. Das „Volksbad“ ist das erste Projekt des neuen Intendanten Matthias Lilienthal. Menschen schwimmen, sonnen sich auf dem Holzdeck oder beobachten das Treiben. Auch auf der Wiese vor dem Becken herrscht reges Treiben. Viele Menschen chillen auf der Wiese oder fotografieren.
Am Eingang ist die Situation an diesem sonnigen Wochentag entspannt. Auch wer spontan kommt, findet einen Platz am Pool. Neben dem Online-Vorverkauf gibt es am Sonnabend auch ein Kontingent für spontane Gäste. Viele kommen auch einfach nur, um mal zu schauen. Das ist zunächst möglich. Später gibt es am Eingang die Ansage, nur noch Gäste mit Badekleidung hereinzulassen.
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Bei den Gästen kommt die Idee gut an. Arthur nennt das Bad „genial“ und spricht von einem „Geniestreich“. Er sei einfach hergekommen, habe ohne Zahlung Zutritt erhalten und sei direkt hineingegangen. Alles habe „reibungslos geklappt“.
Auch andere Besucher loben die Initiative. Besonders freut sie, dass das Vorhaben offenbar nicht an unnötigen Hürden gescheitert ist. In dem 25 Meter langen und 1,30 Meter tiefen Becken auf dem Rosa-Luxemburg-Platz soll die Badesaison bis 1. Oktober gehen.





