Berlin wird zunehmend heißer. Jüngste Prognosen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass bereits 2055 ein Klima wie am Mittelmeer herrschen könnte. Doch nicht alle Kieze sind gleichermaßen betroffen. Als Innenstadtbezirk wird es in Mitte – explizit ausgenommen sind Grünflächen wie der Tiergarten – im Sommer besonders heiß. Hitzewellen sind dort außerordentlich heftig spürbar und können Menschen jeden Alters belasten.
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Dass es in Mitte so heiß wird, liegt daran, dass sich eng bebaute Kieze mit wenig Wasser- sowie Grünflächen besonders stark aufheizen. Man spricht dann von Hitzeinseln. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat auf Grundlage des im November 2025 inkraftgetretenen Klimaanpassungsgesetzes (KAnGBln), auch als BäumePlus-Gesetz bekannt, eine Klimarisikoanalyse für die Hauptstadt erstellt. Darin werden Hitzeinseln, also bei Hitzewellen besonders heiße Gebiete, definiert. Deutlich wird aber auch, welche Bereiche besonders Gefahr laufen, bei Starkregen überflutet zu werden.

Hitzeinseln in Berlin-Mitte: Verkehr und Versiegelung sorgen für Extreme
Betroffene Verkehrsräume liegen beispielsweise südlich der Straße Unter den Linden, im südlichen Teil der Friedrichstraße sowie auf dem Gendarmenmarkt. Besonders heiß wird es jedoch auch nördlich vom Berliner Hauptbahnhof in der Heidestraße. Die Hauptverkehrsstraße führt durch das Neubaugebiet Europacity, das stark versiegelt ist und wenig Bäume oder Grünflächen aufweist. Das hohe Verkehrsaufkommen heizt den Kiez zusätzlich auf.
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Heiß kann es auch im nördlichen Teil von Moabit werden. Dort, wo die vielen Schienen des Westhafens auf die Wohngebiete treffen. Zu den Hitzeinseln gehört auch das Gebiet um das Bundeswehrkrankenhaus. Das liegt vor allem daran, dass dort kaum Bäume und Grünflächen zu finden sind. Der Bereich ist dicht bebaut und grenzt an die Chausseestraße als Hauptverkehrsstraße an. Deutlich heißer als an anderen Orten der Stadt ist es ebenfalls im Kiez um den Alexanderplatz. Betroffen sind aber auch Wohngebiete, wie in den Ortsteilen Gesundbrunnen und Wedding zu sehen ist.

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Die Klimarisikoanalyse zeigt deutlich, wie unterschiedlich stark die Menschen im Stadtgebiet betroffen sein können. Gerade dort gilt es, die Menschen mit zusätzlichem Grün zu versorgen, um für Abkühlung zu sorgen. Das BäumePlus-Gesetz fordert nicht nur, besonders heiße Orte zu definieren, sondern gerade dort mit neuen Bäumen für mehr Klimaresilienz zu sorgen. Eine Kernforderung aus dem Gesetz: Bis 2040 sollen in Berlin 560.000 neue Bäume gepflanzt werden.







