Bäume produzieren nicht nur Sauerstoff und verbrauchen dabei klimaschädliches Kohlendioxid. Sie sind auch für die menschliche Seele gut: Die Idee für den Welttag des Baumes geht auf den US-Journalisten Julius Sterling Morton zurück, der ihn 1872 in Nebraska einführte. Die Vereinten Nationen machten den Gedenktag 1951 offiziell. Am 25. April 1952 wurde er von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Deutschland initiiert. Auch in Berlin gibt es zahlreiche Aktivitäten zu Ehren des Baumes als grüner Freund des Menschen.

Alter Baum
Raus in die Natur bei den ersten Frühlingstemperaturen: Alte Bäume wie dieser im Volkspark Hasenheide nahe dem Columbiadamm ziehen Menschen magisch an.© BM | Iris May

„Happy-Baum-Hour“ am Tempelhofer Damm

Mehrere Inititativen um Baumschützer Heinrich Strößenreuther kämpfen für die Erhaltung von 110 Bäumen am Tempelhofer Damm. Am Welttag des Baumes rufen die Inititativen zur Happy-Baum-Hour-Demonstration auf. Mit dabei sind folgende Gruppen: BaumEntscheid, Klimaneustart, Changing Cities, attac, Omas for Future, Berliner Wassertisch, Demos e.V. sowie mehrere Stadtteil-Initiativen wie Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg, Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg, ADFC Tempelhof, fuss e.V. Tempelhof-Schöneberg und futur:ista. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für eine klimavorsorgende Stadtentwicklung und für jeden einzelnen Baum mit Musik, Reden, Getränken und guter Stimmung.

Demo „Happy-Baum-Hour“, Treffpunkt: Freitag, 25. April, 18 Uhr, Südeingang Tempelhofer Feld

150 Jahre alte Rosskastanie
Die Rosskastanie im Historischen Hafen auf der Fischerinsel ist über 150 Jahre alt und steht als Naturdenkmal unter besonderem Schutz.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Exkursion „Älteste Bäume Berlins“

Die „Dicke Marie“ ist mit einem Alter von rund 900 Jahren Berlins ältester Baum. Sie steht im Forst von Alt-Tegel. Der Umweltladen des Bezirksamts Mitte bietet am Sonntag eine kostenlose Exkursion zum Kennenlernen von Berlins ältesten Bäumen an. Während der etwa dreistündigen Exkursion wird der bekannte Diplom-Biologe Gunter Martin unter anderem über die Namensgebung berichten. Doch erst mal eröffnet ein weißer, von Hugenotten gepflanzter Maulbeerbaum aus dem 17. Jahrhundert den Reigen der ältesten Bäume unserer Stadt.

Etwa 900 Jahre alt: Die Stieleiche namens „Dicke Marie“ in Alt-Tegel ist Berlins ältester Baum. Die zunehmende Trockenheit setzt dem Baum zu.
Etwa 900 Jahre alt: Die Stieleiche namens „Dicke Marie“ in Alt-Tegel ist Berlins ältester Baum. Die zunehmende Trockenheit setzt dem Baum zu.© Jens Kalaene/dpa | Jens Kalaene

Kostenlose Baum-Exkursion des Umweltladens, Treffpunkt: Sonntag 27. April, Friedrichstadtpalast, 11 bis 14 Uhr, Anmerkung: Für die Fahrt nach Alt-Tegel wird ein AB-Fahrschein benötigt. Der Ausflug ist nicht barrierefrei.

Besondere Baumpflanzungs-Aktion

KAstanie
Baum mit Geschichte: Die blühende Rosskastanie auf dem Walter-Benjamin-Platz.© BM | AG City

Lesen Sie mehr über diesen Baum in Charlottenburg: Wie ein Wirt die Rosskastanie am Walter-Benjamin-Platz gerettet hat

Die AG City setzt sich für eine durchgehende Baumbepflanzung auf dem Kurfürstendamm und in vielen Seitenstraßen ein. Sie unterstützt auch eine Baumpflanz-Aktion zum Tag des Baumes. Mit dabei: Baum-Koryphäe Hartmut Balder, der sich Jahrzehnte lang mit effizienter Grünpflege beschäftigt hat und sich auch für eine Umwandlung des Prachtboulevards Unter den Linden zum Gartendenkmal einsetzt.

Baumpflanzung zum Tag des Baumes, 25. April, 11 Uhr, Walter-Benjamin-Platz 4, 10629 Berlin 

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