Was auch immer man zu Essen sucht, in Berlin wird man sicherlich fündig – und das auch gleich etliche Male. Vor allem Currywurst, Döner und Burger sind erste Wahl, wenn der Hunger kickt. Zwei der Fast-Food-Spezialitäten spielen auch eine entscheidende Rolle im Leben von Bora Bayraktar: Currywurst und Burger. Die sichern seinen Lebensunterhalt seit mehr als 20 Jahren. Warum der gebürtige Neuköllner die Currywurst hinter sich gelassen hat und alles auf den amerikanischen Klassiker setzt? „Ich liebe es, Essen weiterzuentwickeln. Das ist bei einer guten Currywurst, die sich auf ihre Hauptkomponenten konzentriert, aber bei einem gewissen Punkt nicht mehr möglich.“

Burger, Currywurst oder Klamotten – alles kommt zurück zu den Basics

Angefangen hat alles vor knapp 20 Jahren in der Nähe des S-Bahnhofs Neukölln. Dort hat er sich mit einem Foodtruck selbstständig gemacht. „Da gab’s nur Currywurst. Kein Schnickschnack drauf und mit einer stinknormal Soße.“ Inspiriert wurde er durch den Vater seiner damaligen Freundin, der ebenfalls eine Currywurstbude betrieb und in der er immer mit viel Freude mitgeholfen hat. Später zog er mit dem Foodtruck von Neukölln nach Mariendorf um.

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Mehrere Besuche in den USA haben Bora Bayraktar zum Umdenken angeregt. Die typischen Burger dort seien aufgrund ihrer Einfachheit unschlagbar. Mit vielen neuen Eindrücken aus Austin, Los Angeles und New York im Gepäck entschied sich der Berliner die Currywurst-Karriere hinter sich zu lassen und sich nur noch auf Burger zu konzentrieren. Aus Mariendorf ging es in die Schützenstraße in Mitte, in der er mit „House of Burgerz“ aus seinem Foodtruck in eine Lokalität gezogen ist. Gute Bewertungen von Kundinnen und Kunden aus der ganzen Welt hätten ihm die Türe zu den Deutschen Meisterschaften im Burger braten geöffnet. Ein Auswahlgremium aus München flog ein, probierte Boras Burger und qualifizierte ihn und seinen Laden für die Endrunde.

House of Burger`z
Stefan Papic (links) und Jens Prochnow (rechts) © FUNKE Foto Services | Sergej Glanze

Top 5 bei den Deutschen Meisterschaften im Burger braten

Im Mai 2024 konkurrierten 20 Burgerläden aus ganz Deutschland auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain, um den Titel. Das „House of Burgerz“ schaffte es unter die ersten fünf. „Bei einem guten Burger werden keine Gewürze verwendet, mehr als Salz und Pfeffer braucht es nicht“, weiß der 44-Jährige. Ihn fasziniert, dass man abgehend von dem Fundament eines Burgers viel Freiraum hat, um die Geschmacksnerven aktivieren zu können: „Die Kunst liegt darin, beim Biss in den Burger jede Nuance einzeln schmecken zu können. Fleisch, Brot und Soße müssen alleine für sich geschmeckt werden.“ Eine seiner Kreationen beinhaltet einen milden Gorgonzola-Käse, der in Kombination mit einer Trüffelmayonnaise koexistiert, aber gleichzeitig nicht alleine dominiert.

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Vor allem bei Soßen könne man sowohl bei der privaten Grillparty zu Hause sowie als Restaurantinhaber viel falsch und auch viel richtig machen: „Von Fertigsoßen kann ich nur abraten. Eine frisch zubereitete Soße erkennt man sofort am Geschmack und es steckt nicht viel Arbeit dahinter.“ Ein simples Beispiel sei eine Mixtur aus Mayonnaise, Ketchup sowie kleingehackten Zwiebeln und sauren Gurken.

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