Die Female Art Week zeigt zehn Tage lang Kunst von rund 20 Frauen im Haus Huth am Potsdamer Platz. Eine der witzigsten Installationen stammt dabei von Simone Westphal und war auch schon im Guggenheim Museum in New York und dem Museum Barberini in Potsdam zu sehen. Als Anführerin des „Postmortem Filz Clubs“ scheint Nofretete, ganz modern im Adidas-Trikot, voraus zu joggen. Eine Ikone, die nicht aufzuhalten ist. Sie ist Repräsentantin einer seit Jahrhunderten andauernden Emanzipationsbewegung, die im Gender-Diskurs neuen Aufwind bekommen hat.

„Nofretete ist ja das Sinnbild für Schönheit und Power,“ erklärt Simone Westphal beim Pre-Opening am Freitag. „Diese Powerfrauen sollen wie ein Leuchtfeuer sein und andere Frauen inspirieren“. Auch die Heilige und Kämpferin Jeanne D‘Arc, sowie die Künstlerinnen Frida Kahlo, Madonna und Niki de Saint Phalle sind durch Westphal als Filz-Nachbildungen wieder auf erstanden.
Pre-Opening mit geladenen Gästen

Beim Pre-Opening mit geladenen Gästen haben sich die Künstlerinnen schon mal auf die intensive Ausstellungs-Woche vorbereitet. Zora Volante zeigte eine zehnminütige Live Performance, in der sie eine Metamorphose vom Tiger zur aufgehenden Sonne durchlief. Susanne Rikus-Himmelreich schloss eine Gesangs-Performance mit Klang-Skulpturen an.
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— SalomeZucker (@SalomeZucker) 7. März 2025
Video-Kunst, Gemälde und Zeichnungen

Nouchka Wolf, die in Wien geboren und aufgewachsen ist, unterbrach ihr Philosophie-Studium dort, um an der Universität der Künste in Berlin (UdK) ihren Master of Fine Arts zu machen. In ihren Bildern verarbeitet sie sehr direkte Erfahrungen der Weiblichkeit, die nichts beruhigendes an sich haben. Nach der Female Art Week wird sie ab 22. März eine Solo Show in der Galerie Kai Erdmann haben.

Projektmanagerin Cleide Abreu wohnt erst seit 2017 in Berlin und nimmt erstmals an einer Ausstellung teil. „Ich jongliere in meinem Beruf mit Zahlen. Aber auch da muss man kreativ sein“, sagt sie. Die 32-jährige kommt aus Portugal und hat brasilianische Wurzeln. Sie bezeichnet sich als „Cabloco“, eine Person von gemischter brasilianisch-indigener und europäischer Herkunft.

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Die Berliner Künstlerin Anja Nolte zeigt auf der Female Art Week rätselhaft-realistische Videos. Die freiberufliche Künstlerin und Illustratorin beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Künstliche Intelligenz in kreativen Berufen. Ihre Videos sind ebenfalls auf der Female Art Week zu sehen.
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— SalomeZucker (@SalomeZucker) 7. März 2025
Female Art Week vom 8. bis 18. März 2025, Vernissage am Frauentag, 8. März, 19 Uhr, Haus Huth, Alte Potsdamer Straße 5, Berlin, Eintritt: 12 Euro. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 19 bis 22 Uhr; Finnissage am 18. März um 19 Uhr. Zum Ticketkauf.





