Derzeit dreht der Sommer in der Hauptstadt richtig auf. Wer ein Eis essen will, stellt in Berlin-Mitte schnell fest: Es gibt eine große Auswahl und genauso große Qualitätsunterschiede. Wir stellen die Lieblingseisdielen der Berliner Morgenpost aus dem Bezirk Mitte vor. Eine Auswahl.
„Eisbox“ in Moabit: Kardamom trifft auf Kaffee
Ambiente kann genauso wichtig sein wie Geschmack. Und so hat es die „Eisbox“ im niedlichen Moabiter Kiez um die Elbfelder Straße in diese Liste geschafft. In der ruhigen Seitenstraße unweit des Bundesratufers haben sich neben der kleinen Eismanufaktur auch Restaurants niedergelassen. Marion Schmid führt die Geschäfte der Eisbox und hat sich bei Auswahl sowie Gestaltung ihres Eisladens für angenehme Zurückhaltung entschieden.
Die Zahl der Sorten überfordert nicht, die kleine Eisdiele ist minimalistisch und hell eingerichtet. Die Geschmacksrichtungen wechseln, zu empfehlen sind beispielsweise Tonka-Bohne, schwarzer Sesam, Waldbeeren- oder Mango-Sorbet sowie Café Oriental. Letztere Sorte überrascht mit intensiven Kaffee-Aromen sowie Kardamom. Alle verwendeten Zutaten haben Bio-Qualität.
„Eisbox“, Elbfelder Straße 27, 10555 Berlin-Moabit
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„Süßfein Berlin“ an der Brunnenstraße: Viel mehr an Cremigkeit geht nicht

Beim Eis von „Süßfein Berlin“ möchte man sich Zeit lassen, genau hineinschmecken und erkunden, welche Aromen sich im Mund ausbreiten. Häufiger in den Eisvitrinen findet man in diesem Sommer Pistazien. Im Süßfein wird deren voller, nussiger Geschmack durch die Süße von Nougat ergänzt. Viel mehr geht an Cremigkeit nicht.

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Und weil im Süßfein kontinuierlich verlässliche Qualität zu bekommen ist, hat es die Manufaktur in diese Auswahl geschafft. Alle Eissorten sind frei von künstlichen Farb-, Zusatz-, Aroma- und Konservierungsstoffen. Das ist ein Herstellerversprechen. Auch Fertigmischungen kommen nicht zum Einsatz.
Auf der Eiskarte geht es kreativ, aber nicht zu verrückt zu: Mandel-Mohn-Kirsch ergänzt die Eissorten auf Nussbasis. Fruchtig geht es bei Geschmacksrichtungen wie Blutorange mit Aperol, Mango, Himbeere-Minze und Zitrone zu. Für die Schokoladen-Fans warten folgende Sorten: Vollmilchschokolade mit salziger Erdnussbutter, Schokoladensorbet oder Weiße Schokolade mit Tonka-Bohne und Cashew. Spaghetti-Eis gibt es außerdem.
In den Süßfein-Genuss kommt man in Berlin gleich an drei Stellen. Es gibt neben dem Laden in der Brunnenstraße 156 in Mitte noch jeweils einen in der Rykestraße 50 sowie in der Erich-Weinert-Straße 64 in Prenzlauer Berg. Das Süßfein-Team stellt auch Kuchen und Törtchen selbst her.
„Süßfein“, Brunnenstraße 156, 10115 Berlin-Mitte
„Katchi Ice Cream“ am Hackeschen Markt

Kann so etwas sündhaft Leckeres wie Eiscreme auch noch gesund und kalorienarm sein? Bei Katchi geht das tatsächlich, zumindest wenn man einen tapferen Bogen um die Katchi Bubble Waffles und die Toppings und Saucen macht und wirklich nur ein Frucht-Sorbet im Becher wählt. Das Ananas-, Blaubeer- oder Mangosorbet zergeht einem auf der Zunge. Wahrscheinlich hat Katchi wirklich das „cremigste und fruchtigste Sorbet von ganz Berlin“, wie auf der Website versprochen. Das Sorbet „Saure Kirsche“ ist zuckerreduziert und trotzdem lecker. Wer Wert auf veganes Eis legt, wird hier fündig.
Wer nicht auf seine Linie achten muss, der kann natürlich schwelgen und folgende Sorten ausprobieren: Honeycomb Candy Eis mit knusprigem Honigwabenkaramell, der in Vanilleeis gestrudelt ist oder für den stehen bei Katchi Streusel, Crispies, Chocolate Flakes, Caramel Sauce, Chocolate Sauce und karamellisierte Walnüsse zur Wahl.
Wer nicht Autofahren muss und in einen beschwingten Abend starten will, für den kommt das Aperol-Spritz-Eis infrage. Die erfolgreichste Eissorte ist das Unicorn-Eis, ein buntes Eis ohne künstliche Farbstoffe und mit Knallzucker, der auf der Zunge explodiert.
„Katchi Ice Cream“, Oranienburger Str. 89, 10117 Berlin-Mitte
„Cuore di Vetro“ am Rosa Luxemburg-Platz

Bei „Cuore di Vetro“ ist wirklich Musik drin. Die Kult-Eisdiele hat es über die Jahre immer wieder in die Morgenpost geschafft, zuletzt wegen dem von David Bowie inspirierten Eis „The White Duke“, das durch sizilianische Mandelcreme, karamellisierte Mandeln und Bio-Marmelade besticht. Das Eiscafé in der Max-Beer-Straße wurde 2013 von Angelika Kaswalder und dem Italiener Guido Derigo eröffnet. Der Ehemann der Mitgründerin, die sich vor drei Jahren zurückgezogen hat, weil sie Mutter wurde, ist der Musiker Aaron Hemphill aka „Nonpareils“. Er hat gerade ein Album beim Depeche Mode-Label Mute Records veröffentlicht. Aaron inspirierte Angelika zu dem sahnigen, lilafarbenen Eis „Nonpareil“ (dt. Ohnegleichen), das aus Hibiskus und Zimt besteht.
Das Team ist sehr kreativ und stellt das Eis täglich frisch selbst her. In regelmäßigen Abständen gibt es neue Eiskreationen. Vorbeischauen lohnt sich daher immer. Auch im Artspace in der ersten Etage. Dieses Jahr stellte die Künstlerin Lauryn Zoe Hinsch eine multimediale Schwarz-Weiß-Serie aus, erinnernd an den Song „Tomorrow“ der legendären italienischen Punk Band CCCP. Am 13. September eröffnet die nächste Ausstellung von Anni Porrasmäki, einer finnischen Foto und Videokünstlerin.
„Cuore di Vetro“, Max-Beer-Straße 6, 10119 Berlin-Mitte




