Deutschlands größte Schauspielgewerkschaft, der Bundesverband Schauspiel (BFFS), hat zum zweiten Mal zum Get-together eingeladen. Der BFFS nutzt die Berlinale, „um für unsere Rechte zusammenzustehen“, wie der stellvertretende Vorsitzende Hans-Werner Meyer („Letzte Spur Berlin“) es ausdrückte. „Aber auch, um unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Partnern zu danken.“

Von der Bar im 14. Stockwerk des Vienna House ist die Aussicht auf die Landsberger Allee und den Fernsehturm so schön, dass zunächst fast jeder hinausschaut, bevor er das Gespräch sucht. Dem Dresscode „Sparkly Chic“ sind erstaunlich viele Gäste gefolgt.

Es gibt Fingerfood und Cocktails namens „Über den Linden“ und „Loft 14 Mule“. Die Stimmung ist sehr gut, auch wenn Die BFFS-Vorsitzende Leslie Malton heute nicht da ist, weil sie ein Engagement in Wien hat. Dafür sind andere, wohlbekannte Gesichter gekommen.

Hans Werner Meyer, der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) begrüsste die Gäste.
Hans Werner Meyer, der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) begrüsste die Gäste.© BM | Iris May

Marie Nasemann (34), Finalistin bei Germany‘s Next Top Model (GNTM), hat gerade einen Kinofilm abgedreht, in dem sie die Hauptrolle spielt, und arbeitet mit der ARD an einer Serie. „Die Teilnahme bei GNTM hat mir viele Türen geöffnet. Ohne sie wäre es auf alle Fälle nicht so leicht gewesen.“ Auch Wolke Hegenbarth und Alina Levshin sind gekommen, beide sehen am siebten Tag der Berlinale noch immer taufrisch und strahlend aus.

Marie Nasemann während der Berlinale 2024 bei der BFFS Backstage Party im Vienna House.
Marie Nasemann während der Berlinale 2024 bei der BFFS Backstage Party im Vienna House.© BM | Iris May

Die Schauspieler wünschen sich Respekt und Wertschätzung

Der Hörbuchsprecher und Schauspieler Roman Knizka („Der gestiefelte Kater“) ist vielen ein Begriff. Doch er ist überzeugt: „Egal, was man für ein Standing in der Branche hat, Rückgrat ist immer wichtig. Ohne Rückgrat keine Stabilität.“ Die Schauspielerin Rebecca Kunikowski („Maleficent II“) pflichtet ihm bei: „Ich versuche immer alles möglich zu machen, komme auch nachts ans Set. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass wir nicht genug wertgeschätzt werden“, sinniert sie.

„Ich hab mal in London gearbeitet, wo alle Schauspieler in der SAG-AFTRA (Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists, Anmerkung der Red.) organisiert sind. Die werden schon mit mehr Respekt behandelt.“