Radverkehr in Wedding

Poller-Radweg auf der Müllerstraße: Das sind die Pläne

Die Müllerstraße wird umgebaut. An diesen Stellen soll der Radweg gänzlich vom Autoverkehr abgetrennt werden.

So ähnlich wie diese Simulation einer Protected-Bike-Lane entlang der Holzmarktstraße in Mitte könnte es auch bald an der Müllerstraße aussehen.

So ähnlich wie diese Simulation einer Protected-Bike-Lane entlang der Holzmarktstraße in Mitte könnte es auch bald an der Müllerstraße aussehen.

Foto: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Berlin. Wann bekommt die Müllerstraße im Ortsteil Wedding einen sicheren Radweg? Diese Frage beschäftigt den Bezirk Mitte seit Jahren. Radfahrer fordern immer wieder eine sichere Abtrennung zum Autoverkehr auf der stark frequentierten Fahrbahn zwischen Seestraße und S-Bahnhof-Wedding.

Nun legte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Mitte den aktuellen Stand der Planungen offen. Vorausgegangen war eine Anfrage von Tobias Schulze (Linke) aus dem Abgeordnetenhaus.

Protected-Bike-Lane zwischen Amsterdamer und Utrechter Straße

In der schriftlichen Antwort heißt es, dass noch in diesem Frühjahr eine Bürgerveranstaltung zum Thema vorgesehen ist. Bis dahin sollen die derzeitigen Planungen auf ihre Verkehrssicherheit überprüft werden. Der Radweg an der Müllerstraße soll nach Vorstellung des Bezirksamts und der Senatsverwaltung vom Autoverkehr abgetrennt werden.

Künftig sollen Radfahrer nicht, wie oft üblich, zwischen Fahrbahn und parkenden Autos fahren, sondern dahinter - auf einer sogenannten Protected-Bike-Lane. Zwischen Parkfläche und Radweg sollen Poller eine etwa 75 Zentimeter breite Sperrfläche markieren. An diesen Abschnitten sollen die Radwege 2,20 Meter breit sein. Diese Protected-Bike-Lane ist von der Amsterdamer Straße bis zur Utrechter Straße vorgesehen.

Geplante Radwege sollen „nicht vor 2021“ umgesetzt werden

Diese geschützte Fahrbahn für Radfahrer wird aber nicht auf dem gesamten Abschnitt der Müllerstraße zwischen Seestraße und S-Bahnhof umsetzbar sein, das ist dem Schreiben zu entnehmen. An diesen Stellen soll eine breite Markierung mit kniehohen Plastikpollern die Fahrradfahrer von den Autofahrern trennen. Der Fahrradstreifen soll in diesen Abschnitten 2,09 Meter breit sein. Diese Planung soll zwischen Seestraße und Amsterdamer Straße umgesetzt werden.

Wann die Bauarbeiten für die Radwege beginnen, ist nach Angaben des Bezirksamt Mitte noch unklar. Im April des vergangenen Jahres war von „nicht vor Mitte 2021“ die Rede. Ein genauer Termin sei erst nach abgeschlossener Planung sinnvoll. Ferner müsse man sich mit den Berliner Verkehrsbetrieben abstimmen - wegen anstehender Tunnelsanierungen.

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