Urban-Gardening-Projekt

Gemeinschaftsgarten Himmelbeet könnte ans Nordufer ziehen

Das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet muss weg vom Leopoldplatz in Wedding. Ein neuer Platz könnte am Nordufer sein.

Der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet am Leopoldplatz sucht eine neue Fläche.

Der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet am Leopoldplatz sucht eine neue Fläche.

Foto: Christian Latz / BM

Berlin. Üppig blühen derzeit die Hochbeete im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet an der Weddinger Ruheplatzstraße. Doch spätestens 2020 soll an dem Standort Schluss sein, das Himmelbeet muss weichen. Wohin, das ist bis heute unklar. Nun keimt bei Initiatoren und Unterstützern die Hoffnung, dass die lange Standortsuche zu einem guten Ende kommen könnte. Denn es gibt die Unterstützung des Bezirksamts für einen neuen Standort am Weddinger Nordufer.
„Das Straßen- und Grünflächenamt prüft zeitnah, ob für das Urban Gardening Projekt himmelbeet Flächen zwischen der Tegeler Straße und dem Spandauer Schifffahrtskanal rund um den Mettmannplatz zur Verfügung gestellt werden können“, teilte Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel in einem Beschluss des Bezirksamts mit.

Fußballbildungsprojekt Amandla zieht an den Leopoldplatz

Entschieden ist damit zunächst noch nichts. Geklärt werden müsse etwa, ob Teile der Fläche der Deutschen Bahn gehören, deren Bahnbrücken in der Nähe des Bereichs laufen. Auch brauche es ein Konzept für die Gestaltung und Nutzung im Winter, so von Dassel, dass mit dem Grünflächenamt abgestimmt werden müsse.
Die Beteiligten beim Himmelbeet freuen sich dennoch über die Meldung aus dem Bezirksamt. „Das ist für uns total überraschend, dass etwas passiert“, sagte Meryem Korun. Das Himmelbeet ist ein seit Jahren viel gelobtes und ausgezeichnetes Urban-Gardening-Projekt. Doch auf die bezirkseigene Fläche nahe dem Leopold, auf der der Garten derzeit untergebracht ist, soll bald das Fußballbildungsprojekt „Amandla“ ziehen, verbunden mit dem Bau mehrere Fußballplätze und eines Bildungszentrums ab 2021. Finanziert wird „Amandla“ unter anderem durch die Oliver-Kahn-Stiftung und die Stiftung der Deutschen Fußballliga.

Für das Himmelbeet sind noch einige Fragen offen

Für das Himmelbeet endet damit wohl nach der kommenden Gartensaison die Zeit an der Ruheplatzstraße, doch ein Ersatz ist bis heute nicht gefunden. Die Gärtner machten sich daher selbst auf die Suche und brachten beim Bezirksamt im Mai den Standort um den Mettmannplatz ins Gespräch. Mit einem so schnellen Bezirksamtsbeschluss habe man nicht gerechnet, sagte Korun.
Doch vieles sei auch noch unklar, so die Himmelbeet-Sprecherin. Noch müsse ja geprüft werden, ob der Gemeinschaftsgarten am Nordufer überhaupt möglich sei. „Wir sind vorsichtig aus der Erfahrung heraus.“ Häufig hatten sich die Gemeinschaftsgärtner in der Vergangenheit beschwert, dass der Bezirk zwar in Form des Bezirksbürgermeisters öffentlich Unterstützung versprach, dann jedoch bei der Standortsuche nichts passierte. Man hoffe jedoch, die offenen Fragen, nun konstruktiv klären zu können. In jeden Fall, so Korun, werde das kommende Jahr für die Zukunft des Gartens „superspannend“.


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