Berlin

Eröffnung des Humboldt Forums Ende 2019 ungewiss

Wilhelm von Boddien kritisiert die Außengestaltung des Geländes.

Die Außengestaltung des Geländes wird scharf kritisiert

Die Außengestaltung des Geländes wird scharf kritisiert

Foto: Jens Kalaene / picture alliance/dpa

Berlin. Rund ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des Humboldt Forums in Mitte ist weiterhin offen, ob der Zeitplan zu halten ist. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sagte am Montag im Kultusausschuss zwar, die Planungen für die Eröffnung der sogenannten Berlin-Ausstellung befinde sich im Zeitplan, sodass sie im November 2019 eröffnen könne. Klarheit habe man aber erst im Januar kommenden Jahres, wenn die Bauarbeiten weiter vorangeschritten sind. Der Museums-Manager für die Berlin-Ausstellung, Paul Spies, sagte: „Ich bin beauftragt worden, Ende November 2019 zu liefern, und ich werde es versuchen bis zum bitteren Ende.“

Noch ungewisser ist offenbar, wann die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst, eröffnet werden können. „Es macht keinen Sinn, jetzt ein Eröffnungsdatum zu nennen, um es dann zu verschieben“, sagte das für den Baubereich zuständige Vorstandsmitglied der Stiftung „Humboldt Forum im Berliner Schloss“, Hans-Dieter Hegner. Die Koordination der Arbeiten sei kompliziert. Ausstellungsstücke müssten vom bisherigen Standort in Dahlem über die Baustelle in die neuen Ausstellungsvitrinen gebracht werden. Die Bauarbeiten könnten bis zum Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden. Dann müssten die technischen Anlagen in Betrieb genommen und ihr Zusammenwirken überprüft werden. „Wenn das alles funktioniert, werden wir auch eine Abnahme bekommen“, sagte Hegner.

Humboldts 200. Geburtstag wird auf Baustelle gefeiert

Hartmut Dorgerloh, Generalintendant der Stiftung, sagte, die geplanten Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des Namensgebers des Forums, Alexander von Humboldt, würden am 13. und 14. September wohl unter Baustellenbedingungen gefeiert. Die erste Ausstellung werde 2020 öffnen. Sie werde sich unter anderem mit dem Thema Sklaverei und dem Verhältnis von Ökonomie und Ökologie befassen. Details wollte Dorgerloh nicht nennen.

Wilhelm von Boddien, Initiator für den Wiederaufbau der Fassade des Berliner Stadtschlosses und zugleich Geschäftsführer des Fördervereins, kritisierte in der Ausschusssitzung die Außengestaltung des Humboldt Forums. Auf dem Vorplatz gebe es keine Bäume, der Platz werde einer „Steinwüste“ gleichen. Außerdem sei eine Mauer zur Spree an der Ostseite des Geländes so hoch, dass die Besucher des Cafés den Fluss nicht sehen könnten. „Das ist ein Schildbürgerstreich, der so nicht bleiben kann“, sagte von Boddien.

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