Berlin-Mitte

Unbekannter belästigt 16-Jährige am Alexanderplatz

Der Täter flüchtete unerkannt. Schon einen Tag zuvor ist es am Alex zu einer Schlägerei zwischen Jugendlichen gekommen.

erneut kam.es zu einer Gewalttat am Alexanderplatz in Berlin Mitte. In einer Bar sollen 2 junge Frauen sexuell missbraucht worden sein. Das sind erste Angaben der Polizei. Der Täter ist vermutlich flüchtig

erneut kam.es zu einer Gewalttat am Alexanderplatz in Berlin Mitte. In einer Bar sollen 2 junge Frauen sexuell missbraucht worden sein. Das sind erste Angaben der Polizei. Der Täter ist vermutlich flüchtig

Foto: Thomas Peise

Erneut ist der Alexanderplatz in den Fokus der Kriminalpolizei geraten. In der Nacht zum Donnerstag soll sich in einem Nachtclub am Alexanderplatz ein bislang unbekannter Täter an einer 16-Jährigen vergangen haben. Nach der Tat war er unerkannt geflüchtet. Das Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei.

Eine Freundin des Opfers hatte nach der Tat die Polizei und Rettungskräfte alarmiert, die gegen 3 Uhr am Tatort eintrafen. Die Jugendliche wurde medizinisch versorgt und betreut. Derzeit laufen noch die Untersuchungen der Kriminalpolizei zum Tathergang sowie der Identifizierung des Täters.

Bereits einen Tag zuvor war es auf dem Alexanderplatz zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen gekommen. Am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr hatten sich dort sechs Männer im Alter zwischen 19 und 33 Jahren geschlagen. Ausgangspunkt soll nach Zeugenaussagen der Diebstahl eines Rucksacks gewesen sein. Ein Mann wurde bei den Handgreiflichkeiten am Kopf und der Schulter verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen Körperverletzung.

Letzte Bedenken gegen „Alexwache“ ausgeräumt

Um die Situation am Alexanderplatz zu entschärfen, soll dort bis zum Ende dieses Jahres eine Wache entstehen, in der Landespolizei, Bundespolizei und Ordnungsamt gemeinsam Dienst tun.

Um die letzten Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen, hatte sich Innensenator Andreas Geisel (SPD) kürzlich mit seinem Parteifreund und stellvertretender Bezirksbürgermeister von Mitte, Ephraim Gothe, und Vertretern der Unteren Denkmalschutzbehörde getroffen. Gothe ist in Mitte für Stadtentwicklung zuständig und hat damit auch ein Wörtchen mitzureden, was den künftigen Standort der Wache angeht.

Inzwischen wurde die denkmalrechtliche Genehmigung erteilt

Bis zuletzt gab es „Detailfragen“ in Sachen Denkmalschutz, die nicht geklärt waren. So gab es seitens des Bezirks Forderungen, dass die Wache sich in die vorhandene Ladenstruktur einfügen solle. Inzwischen wurde die denkmalrechtliche Genehmigung aber erteilt.

Alle erforderlichen Unterlagen liegen nun im Stadtentwicklungsressort von Katrin Lompscher (Linke). „Von einer äußerst zeitnahen Erteilung des Planungsbescheides ist auszugehen“, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung der Berliner Morgenpost. Daher halte man auch an der geplanten Eröffnung im 4. Quartal 2017 fest.

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