Erneut haben unbekannte Täter in Berlin einen Geldautomaten aufgebrochen. Laut offiziellen Angaben hatten Passanten in der Nacht zum Dienstag gegen 1.35 Uhr die ausgelöste Alarmanlage des Gerätes an der Scheidemannstraße nahe des Reichstages bemerkt und die Polizei alarmiert. Die kurz darauf eintreffenden Beamten stellten fest, dass der Automat aufgebrochen worden war und drei Geldkassetten starke Beschädigungen aufwiesen. Bisher konnte allerdings nicht geklärt werden, ob die Täter tatsächlich auch Geld erbeuten konnten.
Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen, Hinweise nehmen die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 4664 945 100 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen. Bislang gibt es keine Spur zu den Unbekannten.
Immer wieder hatten sich in den vergangenen Monaten Täter Geldautomaten ausgesucht, um an Bargeld zu kommen. Dabei ist nach Angaben eines Polizeibeamten die Entdeckungsgefahr für die Täter groß. „Man braucht schweres Werkzeug, um an die Geldkassetten zu kommen“, so der Beamte. „Zudem braucht man mehrere Minuten, um ein solches Auszahl-Terminal aufzuhebeln.“ Darüber hinaus sei den Tätern im Falle einer Festnahme ein Strafermittlungsverfahren wegen „besonders schweren Falls von Diebstahl“ sicher. Dafür sieht der Gesetzgeber eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vor.
Dies scheint allerdings die Tätergruppierungen nicht abzuschrecken. Regelmäßig waren bevorzugt in U-Bahnhöfen Geldautomaten aufgebrochen, aufgesprengt und in einigen Fällen sogar aus den Verankerungen gerissen und abtransportiert worden. Einem Polizeiführer zufolge könnte der intensivere Einsatz von Überwachungskameras zumindest in diesen öffentlichen Bereichen den Machenschaften Einhalt gebieten.



