Gestohlene Luxusautos

Nach dem Supercoup - Vierter Bentley in Berlin wieder aufgetaucht

Rund zwei Monate nach dem Diebstahl von fünf Luxusautos aus der Berliner Bentley-Niederlassung ist ein vierter Wagen wieder aufgetaucht. Das Nobelauto wurde in einer Tiefgarage in Mitte entdeckt.

Foto: SCHROEWIG/Eva Oertwig / picture-alliance

Nach dem spektakulären Diebstahl von fünf Luxuslimousinen der Marke Bentley aus dem Berliner Showroom im November ist nun ein vierter Wagen in Berlin-Mitte wieder aufgetaucht.

Einem Mitarbeiter einer Mietwagenfirma war das Fahrzeug in der Tiefgarage des Hotel Hilton am Gendarmenmarkt aufgefallen. Daraufhin hatte er die Polizei alarmiert. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass es sich bei dem Fahrzeug um eines der gestohlenen Luxusautos handeln soll.

Der Bentley wurde am Freitagabend sichergestellt und aus der Garage abtransportiert. Das Fahrzeug wird nun kriminaltechnisch untersucht.

Der Mitarbeiter der Garage hatte bemerkt, dass das Auto seit etwa einem Monat auf dem selben Parkplatz stand und offensichtlich nicht bewegt wurde. Es sei auffallend sauber gewesen und habe britische Kennzeichen gehabt. Schließlich sei ihm der Einbruch in die Berliner Bentley-Niederlassung nahe des Kudamms eingefallen und er sei misstrauisch geworden. Der Mann habe dann die Polizei informiert, hieß es.

GPS führte zum Fahndungserfolg

Im November war aus den Räumen der Bentley-Vertretung an der Waitzstraße in Berlin-Charlottenburg fünf Wagen der Nobelmarke gestohlen worden. Ein Angestellter hatte die Tat beim Öffnen des Showrooms festgestellt.

Drei der fünf gestohlenen Fahrzeuge wurden bereits eine Woche später in Polen aufgespürt. Den Erfolg verdankten die Ermittler den in den Fahrzeugen eingebauten GPS-Sendern, durch die die Fahrzeuge über Satellit geortet werden konnten.

Die Polizei ist überzeugt, dass Profis am Werk waren, offenbar hatten die Täter mit einem „Zweitschlüssel“ gearbeitet. Der Wert der gestohlenen Autos betrug rund eine Million Euro. Von dem fünften Wagen und den Tätern fehlt bisher jede Spur.

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